InfraTrust

Entwicklungen bei den InfraTrust-Publikumsfonds

 

2007

Emittierung des BAC InfraTrust 2 im September 2007 (weiterlesen…)

Der Fokus des BAC InfraTrust 2 liegt auf Landentwicklung in den USA in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand.

 

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2008

Erhöhung Fondsvolumen BAC InfraTrust 2 von 20 auf 50 Millionen Euro im März 2008
Emittierung BAC InfraTrust 5 im Mai 2008 (weiterlesen…)

Fokus liegt auf Landentwicklung in den USA in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand. Die Investitionsstruktur des BAC InfraTrust 5 beinhaltete eine Beteiligung des Fonds an dem Infra Trust Asset Pool (ITAP), die allerdings niemals erfolgte.

 

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2009

Emittierung BAC InfraTrust 6 im Juni 2009 (weiterlesen…)

Der Fokus liegt auf dem Erwerb eines vorfinanzierten Mobilfunkturmportfolios in den USA.

IT 2 und 5 realisieren Verluste aus der Landentwicklung und erweitern die Investitionskriterien auf Mobilfunkinfrastruktur. (weiterlesen…)

Im Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlung der BAC InfraTrust-Fonds 2 und 5 werden die Investitionskriterien der Fonds erweitert, so dass auch Investitionen im Bereich Mobilfunkinfrastruktur erlaubt sind.

In diesem Zusammenhang werden sämtlichen städtebaulichen Entwicklungsprojekte eingestellt und die daraus resultierenden massiven Verluste durch den Fondsgeschäftsführer Franz-Philippe Przybyl  realisiert.

 

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2010

Emittierung BAC InfraTrust 8 im April 2010 (weiterlesen…)

Der Fokus liegt auf dem Erwerb eines vorfinanzierten Mobilfunkturmportfolios in den USA.

Oliver Schulz übernimmt für 9,5 bzw. 14,5 Wochen die Geschäftsführung der InfraTrust-Publikumsfonds 2, 5 und 6. (weiterlesen…)

Zwischen August und Oktober 2010 veranlasst der BAC-Verantwortliche Franz-Philippe Przybyl, dass die Fonds-Komplementärin bei den InfraTrust-Fonds 2, 5 und 6 ausgetauscht und auf eine von Oliver Schulz geleitete BAC-Komplementärin übertragen werden (Geschäftsführerwechsel bei den Fonds).

Somit übernimmt Oliver Schulz die Geschäftsführung der Fonds für die folgenden Zeiträume bis zu seiner Freistellung am 7. Dezember 2010:

-> Insgesamt war Oliver Schulz damit nur wenige Wochen Geschäftsführer der InfraTrust-Fonds.

Austausch der Komplementärinnen der InfraTrust-Fonds 2, 5, 6 und 8 (weiterlesen…)

Oliver Schulz tauscht Mitte Oktober 2010 u.a. auf der Grundlage entsprechender gesellschaftsvertraglicher Regelungen  die Komplementärinnen der InfraTrust-Fonds 2, 5, 6 und 8 aus (Eintragung im Handelsregister um den 7. Dezember 2010; beim IT6 erfolgte keine Handelsregister-Eintragung) und überträgt Assets der Fonds auf eine von IT 2 und 5 gegründete und gehaltene US-Gesellschaft außerhalb der BAC (CIAMG), die die Assets treuhänderisch für die Fonds und Anleger hält. Diese von IT 2 und IT 5 gehaltene Gesellschaft sollte und konnte als eine Art unabhängiger Mittelverwendungskontrolleur fungieren. Bei dem Austausch wurde Oliver Schulz anwaltlich beraten, um sich korrekt zu verhalten und negative Auswirkungen auf die Fonds und auf die BAC-Gruppe zu vermeiden. So beinhalten die zum Austausch geschlossenen Verträge ausdrücklich eine Weiterleitung sämtlicher der Komplementärin vertraglich zustehenden Gebühren und Entgelte an die ausgetauschten ehemaligen BAC-Komplementäre, um einen Nachteil durch entgehende Management- und Dienstleistungsgebühren für die BAC-Gruppe zu vermeiden.

Grund für den durch Oliver Schulz vorgenommenen Austausch: Nach Einschätzung von Oliver Schulz drohte die Zahlungsunfähigkeit und damit die Insolvenz der BAC, da nach seiner Auffassung zu befürchten war, dass die Verhandlungen der BAC mit Wells Fargo über die Verlängerung der Kreditlinie für die US-Lebensversicherungspolicen scheitern.

Dieser Komplementäraustausch war zum Schutz des Fondsvermögens aus Sicht von Oliver Schulz aus mehreren Gründen dringend erforderlich, u.a. zum Schutz der Anlegergelder vor möglichen prospektwidrigen innerbetrieblichen Vermögensverschiebungen durch die BAC-Verantwortlichen.

Exkurs Komplementäraustausch: In der BAC wurden auf der Grundlage entsprechender gesellschaftervertraglicher Regelungen, die eine antizipierte Zustimmung der Anleger festlegten, in den IT- und LT-Fonds über die Zeit – sowohl vor als auch nach dem o.g. durch Oliver Schulz vorgenommenen Wechsel – wiederholt unmittelbar oder mittelbar die Komplementäre oder die Geschäftsführung ausgetauscht und teilweise auch durch nicht verbundene Unternehmen ersetzt, ohne Gesellschafterbeschlüsse hierüber einzuholen. So wurden z.B. im Oktober und November 2010 die Komplementärinnen verschiedener Life Trust-Fonds ausgetauscht – und teilweise zumindest mittelbar ganz oder anteilig sogar auf die Privatpersonen Nikolaus Weil und Stefan Beiten sowie dessen Ehefrau Juliane Beiten übertragen.

Die Bock Berlin Treuhand GmbH wird für etwa 4 bis 6 Wochen Fondsgeschäftsführerin und erhält dafür von den Fonds 160.000 Euro. (weiterlesen…)

Am 14.12.2010 beantragt der Treuhandkommanditist der InfraTrust-Fonds, die Bock Berlin Treuhand GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Stefan Bock, eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Berlin, in der Oliver Schulz die Geschäftsführung der InfraTrust-Fonds untersagt werden sollte. Dabei wird er durch die BAC-Verantwortlichen Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl unterstützt und es werden  dem Gericht in der Antragsschrift sogar teilweise eindeutig falsche Aussagen und Informationen mitgeteilt.

17.12.2010: Die Bock-Treuhand erhält für etwa vier bis sechs Wochen die alleinige Geschäftsführungsbefugnis der Fonds durch das Gericht ohne mündliche Verhandlung zugesprochen und lässt sich diese Zeit mit 160 TEUR von den Fonds „entlohnen“! Zudem erhalten die von der BAC und Stefan Bock mandatierten Rechtsanwälte rd. 90 TEUR Honorar von den Fonds.

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2011

Wechsel in der Fondsgeschäftsführung und Start der Umtauschangebote (weiterlesen…)

21.01.2011: Nikolaus Weil übernimmt von Stefan Bock die Geschäftsführung aller InfraTrust-Fonds und übt diese Funktion bis zum 31. Dezember 2011, also für fast ein ganzes Jahr, als alleiniger Geschäftsführer aus. In dieser Zeit erhalten die InfraTrust-Anleger insgesamt 3 Umtausch- bzw. Übernahmeangebote für ihre Assets. Die BAC-Gründer Stefan Beiten und Nikolaus Weil erklären, dass sie persönlich die Restrukturierung der InfraTrust-Fonds in Deutschland und den USA vornehmen.

„Prospektgemäßer Zustand der IT-Fonds wiederhergestellt“ (weiterlesen…)

24.01.2011: Rundschreiben der BAC zur Infoveranstaltung am 17.1.2011: „im Rahmen einer Informationsveranstaltung für unsere Anleger in der Infratrust-Reihe konnten wir erfreulicherweise berichten, dass wir die Beendigung des Verfahrens mit unserem ehemaligen Geschäftsführungsmitglied Oliver Schulz im Interesse der Anleger beschleunigen und den prospektgemäßen Zustand der Infratrust-Fonds wiederherstellen konnten.“

InfraTrust-Fonds 2, 5, 6 und 8 reichen Schadensersatzklage ein (weiterlesen…)

Am 14. Juli 2011 reichen die InfraTrust-Fonds 2, 5, 6, 7, 8 und 9 eine Schadensersatzklage ein gegen Oliver Schulz wegen angeblich durch die Übertragung der Fondskomplementärinnen entstandenen Schäden.

Aber: Klage ist aus Sicht verschiedener hierzu befragter Rechtsanwälte, die Oliver Schulz beraten haben, sowohl dem Grund als auch der Höhe nach unbegründet

  • Keinerlei Pflichtverletzung durch Oliver Schulz
  • Komplementäraustausch weder unrechtmäßig noch prospektwidrig, sondern insbesondere auch durch den Gesellschaftsvertrag erlaubt (diese Auffassung haben auch die BAC-Verantwortlichen bei den selbst vorgenommenen Komplementäraustauschen bis heute vertreten)
  • Vorherige und spätere Komplementäraustausche durch die BAC-Verantwortlichen fanden ebenfalls ohne Gesellschafterbeschluss statt
  • Fondsvermögen war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr

-> Die durch die BAC-Verantwortlichen, insbesondere Herrn Weil, im Namen der IT-Fonds veranlasste Schadensersatzklage, dürfte beachtliche Kosten zu Lasten der IT-Fonds verursachen oder verursacht haben, auf denen die Fonds unter Umständen endgültig sitzen bleiben werden.

->  Die Klage erweckt den Eindruck, dass die IT-Fonds zu ihrem Nachteil für einen gesellschaftsrechtlichen Streit zwischen der BAC-Gruppe bzw. den Herren Beiten, Weil und Przybyl einerseits und Oliver Schulz andererseits instrumentalisiert werden.

13.7.2011: Rückflüsse aus dem IT6 werden gezahlt, alles geht seinen gewohnten Gang.

16.08.2011: Einladung zur ordentlichen GV mit folgendem Inhalt von Nikolaus Weil:
Auf der Gesellschafterversammlung am 1. September 2011 werden die jährlich notwendigen Formalien behandelt. Wirtschaftlich relevante Entscheidungen sind nicht zu treffen. Es geht alles seinen gewohnten Gang.

InfraTrust Premium 1 tauscht alte Geschäftsführung aus (weiterlesen…)

Parallele Entwicklung bei 2 InfraTrust-Private-Placements, die vor dem Eintritt von Oliver Schulz in die BAC-Gruppe platziert wurden: Im August 2011 wird auf Initiative diverser InfraTrust-Anleger eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der InfraTrust-Fonds Premium 1 und 4 einberufen. Ziel der Gesellschafterversammlung ist die Abberufung der Fondsgeschäftsführer um Franz-Philippe Przybyl und Nikolaus Weil.

Parallel zu dieser Veranstaltung bringt der umstrittene Nachrichtendienst GoMoPa eine 3-teilige Schmutzkampagne gegen Oliver Schulz, wobei es Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Berichte durch Stefan Beiten und Nikolaus Weil in Auftrag gegeben, teilweise selbst redigiert und freigegeben sowie  von der BAC bezahlt wurden. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Stefan Beiten und Nikolaus Weil u.a. wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung und des versuchten Prozessbetrug und Falschaussage unter dem Aktenzeichen 241 Js 740/12. (Anmerkung: Die Ermittlungen wurden mittlerweile letztlich deswegen eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft Stefan Beiten und Nikolaus Weil nicht eindeutig nachweisen konnte, dass ihre Behauptung vorsätzlich falsch war.)

Da die bisherige Fondsgeschäftsführung unter der Leitung von Franz-Philippe Przybyl und Nikolaus Weil (beide BAC) aus Sicht der Anleger massiv gegen die Fonds- und Anlegerinteressen handelte, wird diese am 10. Oktober 2011 als Fondsmanager des InfraTrust Premium 1 mit 100% (!) der Anlegerstimmen abberufen, Dr. Heinrich Böhmer und die heutige IT Anlegerschutz Fondsverwaltung GmbH werden mit 100% (!) der Anlegerstimmen als neue Fondsgeschäftsführung des InfraTrust Premium 1 auf Wunsch der Anleger eingesetzt.

Die von der neuen Fondsgeschäftsführung geforderte Einsicht in Fonds-Unterlagen wird von der bisherigen BAC-Komplementärin unter der Führung von Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl ausdrücklich verweigert.

Anscheinend neuer Asset Pool in den USA geplant (weiterlesen…)

Die BAC-Verantwortlichen planten zwischenzeitlich anscheinend einen neuen Asset Pool in den USA: Ende Oktober 2011 befürwortete und mutmaßlich initiierte die Fondsgeschäftsführung unter Leitung von Herrn Weil ein Angebot an die Anleger von IT 2, 6 und 8, nach dem diese ihr Fondsvermögen gegen Aktien einer US-Gesellschaft tauschen und die Fonds aufgelöst werden sollten.

Die Anleger sollten das (wirtschaftliche) Fondsvermögen (Masten und freie Gelder) an die CIG Wireless (bis August Cyber Supply Inc.) übertragen.

Dafür sollten sie stimmrechtslose Vorzugsaktien an der Cyber Supply Inc. (umbenannt in CIG Wireless) erhalten; die Cyber Supply Inc. betrieb bis August 2011 einen „nicht gerade florierenden Internethandel mit Produkten für Friseursalons“ (fondstelegramm vom 31.10.2011).

64% der Stammaktien (11,5 Millionen Stück) der CIG Wireless (vormals Cyber Supply Inc.) hielten seit dem 3. Oktober 2011 die Schweizer Firmen Enex Capital Partners und Wireless Investment Fund AG. Kaufpreis insgesamt: 50.000 USD – Preis je Aktie also: rund 0,004 USD.

Anleger sollten für die Hingabe von 100% ihres Fondsvermögens 35% an der Cyber Supply (CIG Wireless) in stimmrechtslosen Vorzugsaktien erhalten.

Vorzugsaktien sollten gegen Stammaktien der CIG Wireless eingetauscht werden, wenn eine – wahrscheinlich unrealistische – Wertsteigerung an der Börse von 180% bis Ende 2013 bzw. 2015 erfolgt.

Am 7. Oktober 2011, also nur vier Tage, nachdem die Stammaktien für USD 0,004 je Aktie an u.a. die Enex verkauft worden waren, zeichnet Akram Baker, CEO der BAC-CIG und der CIG Wireless, für die BAC-CIG, d.h. wirtschaftlich für den InfraTrust Premium 1 und den InfraTrust Premium 4, eine Wandelanleihe an der CIG Wireless für 2 Millionen USD, die in eine Million Vorzugsaktien eingetauscht werden kann. Preis je Aktie dann also: 2 USD.

Der vorbörsliche Kurs sollte laut Mitteilungen der Verantwortlichen am 31. Oktober 2011 angeblich bei 4 USD je Aktie liegen und das, nachdem die Enex Capital Partners und die Wireless Investment Fund AG die Aktien nur vier Wochen(!) zuvor für einen Preis von 0,004 USD je Aktie erworben hatten; eine Wertsteigerung von 100.000% in 28 Tagen.

CIG Wireless realisiert hohe Verluste zulasten der  atypisch still beteiligten Publikumsfonds (weiterlesen…)

Exkurs CIG Wireless: Die Publikumsfonds InfraTrust 2 und 5 waren an der CIG, LLC atypisch still beteiligt. Diese amerikanische Gesellschaft ist seit ihrem Verkauf durch die BAC Berlin Atlantic Holding GmbH & Co. KG am 5. Dezember 2011 eine 100%ige Tochtergesellschaft der CIG Wireless Corp.

Wie die Quartalsberichte der CIG Wireless zeigen, werden die Unternehmensverluste durch die atypisch still beteiligten Fonds getragen. Dabei handelt es sich um erhebliche Summen:

Im 4. Quartal 2011 betrugen allein die allgemeinen und administrativen Ausgaben des CIG-Konzerns über 1 Mio. USD (S. 5), was die gesamten Einnahmen des Unternehmen um mehr als das 2,5-Fache übersteigt. Die hohen Ausgaben führen zu einem operativen Verlust („loss from operations“) von über 1 Mio. USD – in nur einem Quartal. Insgesamt hatte die CIG Wireless im 4. Quartal bei Einnahmen von nur rund 400.000 USD Ausgaben in Höhe von ca. 1,5 Mio. USD (S. 5). Den Fonds ordnete die CIG Wireless davon insgesamt Verluste in Höhe von 900.000 USD zu.

Für den Zeitraum von 2011 bis zum 2. Quartal 2013 weisen die Börsenberichte der CIG Wireless insgesamt über 17 Millionen US-Dollar „Losses from Operations“ aus. Hiervon wurden anscheinend allein u.a. für Beratungsmandate rund 13 Millionen US-Dollar ausgegeben. Rund 6 Millionen US-Dollar von diesen Ausgaben wurden den Fonds zugerechnet.

Das „Form 8-K“ vom 2. Juli 2012 legt die Vermutung nahe, dass der im Q2 2012 erwähnte und mangels Liquidität gescheiterte Kauf von 8 Mobilfunkmasten die im 2. Quartal noch mittelbar atypisch still beteiligten Anleger weitere 100.000 USD gekostet haben könnte. Die CIG Wireless sei nicht in der Lage gewesen, eine entsprechende Finanzierung zu erhalten, heißt es in dem Schreiben. Da der Kauf nicht zustande kam, sind 100.000 USD als Entschädigung an den Verkäufer zu zahlen.

In den Quartalsberichten Q4/2011, Q1 2012 und Q2 2012 wird mit dem Going-Concern-Vermerk (jeweils S. 8) eine negative Fortführungsprognose für das Unternehmen der CIG Wireless gegeben: Das Unternehmen weise ein negatives Netto-Umlaufvermögen aus, habe seit Beginn signifikante Verluste erwirtschaftet und es beständen daher Zweifel über die Fortführung des Unternehmens. Das Management verhandle zwar mit verschiedenen potenziellen Finanzierungspartnern über weitere Finanzierungen und rechne mit positiven Ergebnissen. Dabei wird jedoch betont, dass keine Sicherheit bestehe, dass das Management dem Unternehmen weiteres Kapital zuführen könne. Es bestand also seinerzeit die Gefahr, dass die  CIG Wireless Corp. Insolvenz anmelden muss. Ungenannt bleibt, mit welchen Partnern verhandelt wird und ob und ggf. welche Bedeutung  dies für die beteiligten Fonds und ihre Assets hat.

Ein „Form 8-K“ vom 11. Juli 2012 erinnert an das gescheiterte Umtauschangebot, das den InfraTrust-Anlegern im Herbst 2011 unterbreitet wurde: Die CIG Wireless veröffentlicht eine Mitteilung über die Restrukturierung des Unternehmens. Die den Anlegern bekannten atypisch stillen Beteiligungsverträge seien am 30. Juni 2012 durch „Class A Membership Interests“ ersetzt worden. Später folgt der lapidare Hinweis, dass die bevorzugten Class A Interests nach Ermessen des Managements in „Common Stock“ (Stammaktien) umgewandelt werden könnten. [Aufgrund einer von Stefan Beiten beantragten und vom Gericht ohne mündliche Verhandlung erlassenen einstweiligen Verfügung steht dieser Textpart derzeit nicht zur Verfügung. Die einstweilige Verfügung stellt eine rein vorläufige Regelung dar. Über die Zulässigkeit der Veröffentlichung des betroffenen Textparts wird im Hauptsacheverfahren mit mündlicher Verhandlung zu entscheiden sein.]

24.10.2011: Pressemeldung über den Verkauf des Mobilfunkmastgeschäfts an ENEX (weiterlesen…)

Mit einer Pressemeldung teilte die BAC am 24.10.2011 der Öffentlichkeit mit, dass sie das Infrastrukturgeschäft mit den Gesellschaften MfAM, IAM und der Schweizer Gesellschaft Life Trust Asset Management, der heutigen WIF AG, an einen Schweizer Investor verkauft hat. Der Verkauf an die Enex Management Group SA erfolgte bereits am 3.8.2011. Ende 2011 wurde dann auch das amerikanische Geschäft an Enex veräußert.

An der Möglichkeit zur Einflussnahme von Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl auf die Fondsgeschäftsführung der InfraTrust-Fonds änderte das jedoch nichts. Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl erhielten von der Enex sofort eine Art Generalvollmacht, die sämtliche Gesellschaften umfasst, an der die Enex direkt (z.B. seinerzeit auch noch die MfAM und die IAM) oder indirekt beteiligt ist. Hier können Sie die Vollmacht (Urkundenrolle Nr. R 203/2011) herunterladen. Sollte Enex tatsächlich ein externer Schweizer Investor sein, würde dieser wohl kaum zwei fremden Herren eine Vollmacht über alle Beteiligungsgesellschaften geben. Diese Vollmacht umfasst nach der o.g. Pressemeldung (Verkauf an Enex) auch die Life Trust Asset Management AG, die heutige WIF AG, die Ende 2012 48,2% an der CIG Wireless hielt.

Somit stand von Beginn an fest, dass Beiten, Przybyl und Weil auch nach ihrer Ankündigung, das Geschäft verkauft und sich zurückgezogen zu haben, weiterhin die Fonds und die amerikanische Gesellschaft CIG Wireless AG steuern und kontrollieren können. Ich gehe davon aus, dass aufgrund der umfassenden Vollmacht zumindest Stefan Beiten (vielleicht auch Przybyl und Weil) mittelbar Anteile an der ENEX hält. Dann konnte Stefan Beiten direkt oder indirekt auf beiden Seiten zu seinen Gunsten handeln.

Erneutes Angebot an die Anleger, Assets gegen Aktien zu tauschen (weiterlesen…)

28.10.2011: Einladung zur außerordentlichen Gesellschafterversammlung (aoGV) mit dem Angebot, Assets in Aktien der CIG Wireless zu tauschen. Inhaber der zu dieser Zeit existierenden Aktien sind ausweislich öffentlich zugänglicher Quellen bzw. der Verlautbarungen die Enex, ein Schweizer Treuhänder, mittelbar Stefan Beiten und Streubesitz. Die Anleger lehnen das Angebot ab.

08.11.2011: Verschiebung der aoGV und erneuter Aufruf an die Anleger, die Stimme für den Tausch abzugeben. Die Anleger lehnen wiederum ab.

 

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2012

01.01.2012: Wechsel der Geschäftsführung der BAC-Komplementärin von Nikolaus Weil auf Stephan Brückl.
Diffamierung von Oliver Schulz geht in die nächste Runde (weiterlesen…)

23.04.2012: Schreiben von Herrn Brückl an Vertriebe;  1 ½ Jahre nach Weggang von Oliver Schulz wird dieser wieder diffamiert.

25.06.2012: Schreiben von Herrn Rudolf Döring, der im Dezember 2011 die Geschäftsführung der BAC übernahm, an Vertriebe, das diffamierende Aussagen gegen Oliver Schulz enthält.

16.07.2012: Halbjahresberichte der IT-Fonds werden verschickt: 25 neue Antennenplätze wurden vermietet und rosige Marktaussichten werden geschildert; erneute Diffamierung von Oliver Schulz.

Umtauschangebot wird bei Anlegern und Vertrieben weiter beworben (weiterlesen…)

07.09.2012: Einladung zu einer Roadshow durch Martin Retsch (Hesse & Partner GmbH Bremen), Thema ist Bestandsaufnahme und Ausblick für die IT-Fonds. Hier wurde erneut für einen Tausch der Assets in Aktien geworben.

12.11.2012: Anschreiben von Martin Retsch, dass er seinen Vortrag von der Roadshow nicht herausgibt. Als Grund hierfür wird Oliver Schulz genannt.

05.12.2012: Einladung zur aoGV mit dem Inhalt, die Assets an CIG zu verkaufen. 3. Versuch an die Assets zu gelangen (in diesem Fall nur von IT6 und IT8), jedoch wiederum Ablehnung durch die Anleger.

13.12.2012: E-Mail von Stephan Brückl an Anleger und Vertriebe, erneute Diffamierung Oliver Schulz.

 

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2013

Anleger fordert bei der Bock-Treuhand die Adressdaten seiner Mitgesellschafter an, um diese über die s.E. „akuten Missstände in der Geschäftsführung zu informieren“ (weiterlesen…)

21.01.2013: Ein Anleger der Fonds InfraTrust 6 und 8 fordert die Bock-Treuhand auf, ihm die Adressdaten seiner Mitgesellschafter zur Verfügung zu stellen, um diese über die s.E. „akuten Missstände in der Geschäftsführung zu informieren.“

„Es ist mir ein Anliegen, den bestehenden Geschäftsführer durch entsprechende Fachleute zu ersetzen. Die offenkundigen Tatsachen, die ständig nicht beachtet oder kommentiert werden und der neuerliche Versuch, das Portfolio der Fonds InfraTrust Sechs und InfraTrust Acht entgegen unseren Wünschen zu verkaufen und nur einen geringen Teil auszahlen zu lassen, lassen keine andere Handlungsweise zu.“

„Mit Datum vom 31.12.2012veröffentlichte die CIG-Wireless in den USA ihren Q10-Bericht. In diesem wird ein Verlust in Höhe von 8,2 Mio. USD ‚Loss from Operations‘ ausgewiesen und das für einen 9-Monatszeitraum. Das bedeutet im Schnitt pro Monat verliert die CIG rund 900.000 USD. Im Jahr 2011 waren es rund 3,5 Mio. USD ‚Loss from Operations‘.“

Zudem widerspräche das Bild, das in einem von XOLARIS im Auftrag von Herrn Brückl mit Datum vom 23. April 2012 erstellten Schreiben von der Entwicklung der Fonds gezeichnet werde erheblich dem Bild, das in den Einladungen vom 30. November 2012 zu den Gesellschafterversammlungen dargestellt wird: April 2012: „Seit Übernahme der Geschäftsführung im Dezember 2010 wurden bereits 21 neue Mietverträge abgeschlossen und 5 Mietverträge zum Vorteil der Fonds erweitert. Neue Abschlüsse stehen kurz bevor.“ Ein halbes Jahr später lautet die Beschreibung schlechter Markt, keine Neuvermietungen erfolgt, Risiken in der Zukunft durch Wegfall von Mietern etc.

Anleger und Vertriebe bitten Oliver Schulz, bei der Aufarbeitung des vermuteten Missmanagements der BAC-Gründer Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl sowie von Stephan Brückl mitzuwirken. (weiterlesen…)

Anleger und Vertriebspartner hatten darüber  geklagt, dass es z.T. seit 2 Jahren keinerlei Informationen bzw. Gesellschafterversammlungen gegeben hat und man von Herrn Brückl hingehalten wird. Dieses Verhalten erschien den Anlegern und involvierten Vertriebspartnern suspekt. Vor diesem Hintergrund wurde die dringende Bitte an Oliver Schulz herangetragen, die Umstände und Sachverhalte aufzuklären und die Anleger bei der Abwahl des aktuellen Managements um Stephan Brückl zu unterstützen.

Nach reiflicher Überlegung hat Oliver Schulz seine Unterstützung zugesagt und eine Plattform für den Austausch der Vertriebe und Anleger eingerichtet. Zudem hat er die Expertise und den Marktzugang seines Unternehmens in den USA eingebracht, um bei der Aufklärung der Sachverhalte zu unterstützen.

Brückl erwirkt wegen außerordentlicher Gesellschafterversammlungen der InfraTrust-Fonds 6 und 8 einstweilige Verfügungen gegen 6 Anleger (weiterlesen…)

Die im Namen von Anlegern einberufene außerordentliche Gesellschafterversammlung der Fonds InfraTrust 6 und 8 vom 25. Juni 2013, auf der über den Ausschluss bzw. die Entziehung der Geschäftsführungsbefugnis der MfAM und Stephan Brückl abgestimmt werden sollte, konnte Stephan Brückl nicht verhindern. Um aber zumindest seine Abwahl zunächst zu verhindern, hat der Rechtsanwalt Dr. Christian Herbst, der die außerordentliche Gesellschafterversammlung am 25. 6.2013 geleitet hat, einen juristischen Schachzug angewandt und gegen jeweils drei Anleger pro Fonds eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dadurch wurden alle Beschlüsse auf die von Stephan Brückl für den 6.8.2013 einberufene  ordentliche/außerordentliche Gesellschafterversammlung verschoben. Um seine Abwahl zu verhindern, ergreift Stephan Brückl also gerichtliche Schritte gegen seine eigenen Anleger, seine Auftraggeber, die wirtschaftlichen Eigentümer des Fondsvermögens.

Stephan Brückl verschiebt Gesellschafterversammlungen mit fadenscheiniger Begründung (weiterlesen…)

Wie es – leider – zu erwarten war, hat Stephan Brückl die für den 6.8.2013 angesetzten Gesellschafterversammlungen auf den 3.9. verschoben, mit fadenscheinigen Begründungen. Stephan Brückl setzt damit anscheinend auf die Taktik von Nikolaus Weil, wenn Gesellschafterbeschlüsse mit negativem Ausgang drohen: 2011 versuchte das Fondsmanagement unter Leitung von Nikolaus Weil, die Masten der InfraTrust-Fonds in Aktien zu tauschen. Als klar wurde, dass auf der Gesellschafterversammlung die erforderliche Mehrheit für diesen Tausch nicht zustande kommen würde, verschob Nikolaus Weil die Abstimmung um eine Woche und erklärte die bereits per Weisung abgegebenen Stimmen für nichtig. Die Anleger mussten erneut ihre Stimmen abgeben und als wieder kein für Weil & Co. zufriedenstellendes Ergebnis eintrat, wurde die Versammlung abgesagt.

Weitere Diffamierungen von Oliver Schulz (weiterlesen…)

Seitdem die ordentlichen Gesellschafterversammlungen der InfraTrust-Fonds 6 und 8, auf denen über die Abwahl der aktuellen Geschäftsführung um Stephan Brückl und die MfAM entschieden werden soll, für den 3. September 2013 anberaumt wurden, gehen die Diffamierungen von Oliver Schulz und seiner Firma in die nächste Runde.

Von Stephan Brückl und seinem Litigation-PR-Berater Uwe Wolff werden negative und verleumderische Meldungen gestreut und das Branchenblättchen Gomopa veröffentlicht erneut diffamierende und vor Falschaussagen strotzende Artikel gegen Schulz – wie bereits 2011, unmittelbar vor den Gesellschafterversammlungen der BAC-Fonds InfraTrust Premium 1 und InfraTrust Premium 4, bei denen wie jetzt die Abwahl der BAC-Geschäftsführung auf der Tagesordnung stand, die dann im InfraTrust Premium 1 auch erfolgte. Schulz hatte die Vorgänge damals bereits aufgedeckt und Ihnen die Rechnungen des Branchenblättchens an Stefan Beiten persönlich und die BAC zur Verfügung gestellt und konnte darlegen, dass der BAC-Gründer Nikolaus Weil über den PR-Berater Michael Oehme die Berichterstattung des Branchenblättchens nach seinen Wünschen hat umschreiben lassen.

Zudem wurde eine falsche Creditreform-Auskunft gestreut samt der Behauptung, dass Schulz einen Offenbarungseid geleistet hätte. Diese falsche Auskunft ist mutmaßlich auf die BAC-Gründer Stefan Beiten und Nikolaus Weil zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um eine Falschaussage, die von Brückl, Wolff & Co. auch dann noch verbreitet wurde, als sie bereits darüber informiert waren, dass die Creditreform-Auskunft fehlerhaft ist. Tatsächlich ist die Bonität von Oliver Schulz einwandfrei und ihm wird die Risikoklasse 1 bestätigt; die Creditreform hat sich für ihren Fehler entschuldigt. Das Amtsgericht hat zudem bestätigt, dass er keinen Offenbarungseid geleistet hat.

Dann tauchte ein manipuliertes Youtube-Video auf, das belegen sollte, dass ein Mast eines Fonds von Schulz‘ Unternehmen gesprengt würde. Tatsächlich handelte das Original-Video aus dem Jahr 2010 vom Austausch eines  Mastes: Der alte Mast wurde beseitigt und durch einen modernen, neuen Mast ersetzt.

Weiterhin verzögerten die BAC-Gründer in einer alten Strafanzeige ihre Stellungnahmen, wodurch die erneute Einstellung dieses Verfahrens verhindert wurde und die Herrschaften weiter behaupten konnten, dass die Staatsanwaltschaft gegen Schulz ermittelt.

Und schließlich wurde mit den Einladungen zu den Gesellschafterversammlungen der Entwurf einer weiteren nach Einschätzung mehrerer hierzu befragter Anwälte aussichtslosen Schadenersatzklage gegen Oliver Schulz versendet. Zudem wurde den Anlegern unmissverständlich in Aussicht gestellt, dass im Fall der Abwahl der aktuellen Geschäftsführung um Stephan Brückl jahrelange Rechtsstreite geführt würden und es dadurch zu Substanzschäden an den InfraTrust-Fonds kommen werde.

Mit all diesen Maßnahmen versuchten Stephan Brückl Oliver Schulz zu diffamieren und die Abwahl der aktuellen Fondsgeschäftsführung  zu verhindern.

Fir Tree übernimmt Kontrolle über die CIG Wireless (weiterlesen…)

Im August 2013 wurde berichtet, dass der Investor Fir Tree groß bei der CIG Wireless einsteigt. Fir Tree gibt der CIG Wireless 35 Millionen US-Dollar und erhält dafür Vorzugsaktien. Zudem wurden Fir Tree umfassende finanzielle Vorteile und Kontrollmöglichkeiten eingeräumt, die aus der Beteiligung faktisch eine Übernahme der CIG Wireless durch Fir Tree machen dürften: Ausweislich der aktuellen Börsenmeldung der CIG Wireless scheiden hochrangige Mitarbeiter aus, werden  Positionen mit vermutlich eigenen Mitarbeitern von Fir Tree besetzt und die Aktienoptionen der bisherigen Führungskräfte weitgehend aufgehoben. Der Geschäftsführung wurden Handschellen angelegt. So gut wie keine Entscheidung läuft ohne die Zustimmung des neuen Investors.

Auch die finanziellen Konditionen haben es in sich. Nachdem die CIG bereits die über 10 Millionen US-Dollar geliehenes Kapital der Macquarie Bank mit fast 10% verzinsen und bedienen muss, kommen nun weitere 9% für das Kapital von Fir Tree hinzu. Diese Konditionen steigen in den nächsten Jahren bis auf 13%. Unter bestimmten Voraussetzungen erhöht sich der Zinssatz sogar bis auf 19%. Nach 5 Jahren kann Fir Tree auf einen Exit bestehen und fordern, dass die CIG Wireless das Kapital zurückzahlt. Kann sie das nicht, bestehen ja ausreichend Sicherheiten. Das Prinzip kennen wir bereits aus dem LifeTrust-Bereich.

InfraTrust-Fonds 2, 5 und 9 droht die Illiquidität (weiterlesen…)

Ausweislich der aktuellen Fondsmanagementberichte sind die Fonds spätestens ab Mitte 2014 illiquide, wenn sie keine weiteren Mittel erhalten. So heißt es in den Berichten in erfrischender Offenheit:

IT 2: „Die Bankguthaben von IT2 betrugen zum Beginn des Jahres 2012 insgesamt 4.587 Euro. Dieser Bestand reichte nicht aus, um die laufenden Verpflichtungen des Fonds zu erfüllen. […] Trotz guter Geschäfts- und Gewinnaussichten ist aufgrund der aktuellen Liquiditätslage die Zuführung zusätzlicher Liquidität dringend erforderlich, um den laufenden Betrieb Ihrer Gesellschaft weiterhin aufrechterhalten und die künftigen Potentiale auch realisieren zu können.“ (Seite 11f)

IT5: „Die Bankguthaben von IT5 betrugen zum Beginn des Jahres 2012 insgesamt 9.693 US-Dollar. Dieser Bestand reichte nicht aus, um die laufenden Verpflichtungen des Fonds zu erfüllen. […] Trotz guter Geschäfts- und Gewinnaussichten ist aufgrund der aktuellen Liquiditätslage die Zuführung zusätzlicher Liquidität dringend erforderlich, um den laufenden Betrieb Ihrer Gesellschaft weiterhin aufrechterhalten und die künftigen Potentiale auch realisieren zu können.“ (Seite 11)

ITP9: „Die Bankguthaben von ITP9 betrugen zum Beginn des Jahres 2012 insgesamt 8.216 US-Dollar. Dieser Bestand reichte nicht aus, um die laufenden Verpflichtungen des Fonds zu erfüllen. […]Trotz guter Geschäfts- und Gewinnaussichten ist aufgrund der aktuellen Liquiditätslage die Zuführung zusätzlicher Liquidität dringend erforderlich, um den laufenden Betrieb Ihrer Gesellschaft weiterhin aufrechterhalten und die künftigen Potentiale auch realisieren zu können.“ (Seite 11)

Ordentliche Gesellschafterversammlungen der InfraTrust-Fonds 2, 5, 6 und 8 am 2. und 3. September (weiterlesen…)

Am 2. und 3. September fanden dann endlich die ordentlichen Gesellschafterversammlungen der InfraTrust-Fonds statt. Die wesentlichen Ergebnisse:

In den Fonds InfraTrust 2 und 5 war die Teilnahme der Anleger erschreckend gering. Maximal 15% des gesamten Fondsvolumens haben Weisungen abgegeben. Die künftige Entwicklung der Fonds wurde von einer kleinen Gruppe entschieden. Um eine Parallele zum LifeTrust-Bereich zu ziehen: Einst wurde mit weniger als 20 Anlegerstimmen beschlossen, dass über 1.000 Anleger dem Life Trust Asset Pool beitreten mussten. Den Anlegern droht heute der Totalverlust.

In den InfraTrust-Fonds 6 und 8 haben die Anleger der Geschäftsführung für die Jahre 2011 und 2012 keine Entlastung erteilt. Auch der Wirtschaftsprüfer wurde nicht entlastet. Im IT8 versagten die Anleger für 2011 sogar der Mittelverwendungskontrolle die Entlastung. Die Schadenersatzklage gegen Oliver Schulz wurde abgelehnt.

Dass sich der IT6 mit rund 75% und der IT8 mit rund 65% gegen den Austausch der Geschäftsführung entschieden haben, wobei ein großer Bankenvertrieb hier den Ausschlag gegeben haben dürfte, ist aus heutiger Sicht wahrscheinlich die „einzig mögliche“ Wahl gewesen. Wie die fehlenden Entlastungen zeigen, misstrauen die Anleger der aktuellen Geschäftsführung, sehen aber nach den entsprechenden Ankündigungen der BAC-Anwälte und des Herrn Brückl bei einer Abwahl eine rechtliche Schlacht auf sich zukommen, die den Fonds einen substanziellen Schaden zuführen könnte.

 

Die enormen Veränderungen, die die BAC-Gründer im Bereich der InfraTrust-Fonds in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, um die aus Sicht von Oliver Schulz nun auch im InfraTrust-Bereich drohenden Verlusten zu verschleiern und von ihrer Verantwortung abzulenken, sind hier grafisch und textlich zusammengefasst:

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In den vergangenen Jahren wurde die Struktur der BAC-Fondswelt grundlegend verändert. Die ursprüngliche Struktur war einfach: Komplementärin der Fondsgesellschaften von InfraTrust 2, 5, 6 und 8 sowie InfraTrust Premium 7 und 9 war zunächst die BAC Asset Management GmbH (BAM) und später die IAM Infrastructure Asset Management GmbH bzw. die MfAM Mobilfunk Asset Management GmbH. Die InfraTrust-Fonds 2, 5, 7 und 9 waren atypisch still an der zur BAC gehörenden Communication Infrastructure Group  LLC (CIG, LLC) beteiligt; ihnen waren jeweils bestimmte Masten und Kosten fest zugeordnet.

Heute ist die Struktur deutlich komplexer. Am 3. August 2011 verkaufte die BAC das Infrastrukturgeschäft mit den Gesellschaften MfAM, IAM und der Schweizer Gesellschaft Life Trust Asset Management, der heutigen WIF AG, an den Schweizer Investor Enex Management Group SA. Den Verkauf teilte die BAC mit einer Pressemeldung am 24.10.2011 der Öffentlichkeit mit. Ende 2011 wurde dann auch das amerikanische Geschäft an Enex veräußert.

Die Enex erteilte umgehend Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl eine Art Generalvollmacht zur Ausübung ihrer Gesellschafterrechte in der IAM, der MfAM und der Life Trust Asset Management AG (die heutige WIF AG), wodurch die beiden Herren weiterhin auf die Fondsgeschäftsführung maßgeblichen Einfluss nehmen konnten. Zudem sicherten sich die Life Trust Asset Management AG und die Enex zusammen über 50% Aktienbesitz an der CIG Wireless Corp., der Mutter der CIG, LLC. Über die  Vollmacht für die Life Trust Asset Management AG, die 48,2% an der CIG Wireless Corp. hält, bestanden auch Einflussmöglichkeiten von Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl auf die CIG Wireless.

In den Konzern der neu gegründeten Aktiengesellschaft CIG Wireless sollten die Fonds und damit die Anleger ihr gesamtes Kapital/Vermögen einbringen. Seit 2011 hat die Fondsgeschäftsführung mehrere Versuche unternommen, sie von einem solchen Tausch zu überzeugen. Die Anleger sollten ihre rund 80 Millionen USD Fondsvolumen gegen 30% der Aktien an der CIG Wireless tauschen, was von renommierten Medien äußerst negativ beurteilt wurde.

Am 4. Juni 2012 verkaufte die Enex die MfAM an die Tonga Finance and Trading AG weiter, die von dem Schweizer Treuhänder David Hauenstein gehalten wird. Dieser erteilte Nikolaus Weil am selben Tag eine Art Generalvollmacht zur Ausübung der Gesellschafterrechte in der  IAM und der MfAM. Somit konnten die BAC-Gründer, obwohl sie mehrfach verkündet hatten, sich aus dem Geschäft zurückgezogen zu haben, weiterhin Einfluss auf die Fonds nehmen. Der angebliche Rückzug sollte mutmaßlich lediglich die Öffentlichkeit täuschen und ihre weitere Einflussnahme verschleiern.

Am 30. Juni 2012 wurden die atypisch stillen Beteiligungsverträge der InfraTrust-Fonds 2, 5 und 9 gekündigt und die atypisch stillen Beteiligungen und die Ansprüche hieraus gegen die CIG, LLC gegen eine Art stimmrechtslose Vorzugsaktien an der CIG, LLC/CIG Wireless getauscht. Den Fonds sind dadurch nun keine Masten mehr zugeordnet, aus denen sie Mieteinnahmen erzielen; stattdessen tragen die Fonds und ihre Anleger nun als Gesellschafter mittelbar sämtliche Kosten der CIG, LLC – zunächst bis zu einer bestimmten Höhe – und nach Umwandlung der Vorzugsaktien mittelbar sämtliche kosten des CIG-Konzerns mit. Nicht zuletzt diese Restrukturierung im Zusammenspiel mit zuvor bereits – aus Sicht von Oliver Schulz vertragswidrig – zugewiesenen Kosten dürfte dazu geführt haben, dass nach eigener Mitteilung der Fondsgeschäftsführung die Fonds spätestens ab Mitte 2014 illiquide sein könnten.

Durch die erheblichen Umstrukturierungen sollte anscheinend verschleiert werden, dass die Herren Beiten, Weil und Przybyl sehr wohl weiterhin auf die Fonds Einfluss nehmen konnten und können. Hätten die Anleger den wiederholten Umtauschversuchen zugestimmt und so den Tausch der Masten und Liquidität ihrer Fonds gegen Aktien an der CIG Wireless ermöglicht, an der sich zuvor zumindest Herr Beiten weitgehend unbemerkt eine über 50%ige Mehrheit gesichert haben könnte, wären diesem sofort über 50% des Anlagevermögens zugefallen und die Anleger hätten lediglich eine Minderheitsbeteiligung an der von ihnen maßgeblich finanzierten Gesellschaft gehalten.