Artikel zum LifeTrust-Bereich

Über 8.000 Anleger investierten rund 175 Millionen US-Dollar in die verschiedenen LifeTrust-Fonds der BAC. Heute droht ihnen der Totalverlust ihrer Einlage. Gegen die BAC-Verantwortlichen Nikolaus Weil, Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue und Kapitalanlagebetrug in besonders schwerem Fall. Es besteht insbesondere der Verdacht, dass die BAC-Verantwortlichen eine Art Schneeballsystem betrieben, Policen zwischen den Fonds gehandelt und dabei verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt haben. (Anmerkung: die Ermittlungen wurden schließlich eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft die Behauptungen der BAC-Gründer, es seien angemessene Bewertungen erfolgt, nicht ausreichend widerlegen konnte.)

31.07.2013, fondstelegramm: BAC-Manager wegen Anlagebetrugs verurteilt – Landgericht Berlin bestätigt „eine Art Schneeballsystem“
„Mit ihrem Argument für die Fonds-zu-Fonds-Transaktionen gab BAC dem Gericht zu erkennen, den Fonds wider besseres Wissen konzipiert zu haben. Ein weiteres Eigentor: Durch den Verweis auf die Finanzmarktkrise als Ursache der wirtschaftlichen Schieflage des Fonds erweist sich das im Prospekt stark gemachte Verkaufsargument, das Investment sei konjunkturabhängig, als falsch und zwar vorsätzlich – wie das Urteil mit Bezug auf den Kapitalanlagebetrugs-Paragrafen (StGB 264a) schreibt.“

[Anmerkung: Die Rechtsanwälte der Herren Przybyl und Weil haben mitgeteilt, dass das Urteil in der Berufung aufgehoben worden sei, womit eine Verurteilung wegen Kapitalanlagebetrugs entfallen würde. Das Berufungsurteil und dessen Begründung liegen hier allerdings nicht vor.]

23.03.2012, fondstelegramm: BAC-Lifetrust-Fonds klamm, Sonderprüfung abgelehnt
„Geschäftsführung droht den Anlegern mit Insolvenz und Schadenersatz“

15.03.2012, graumarktinfo.de: Life-Trust-Fonds brauchen Geld
„Mehreren geschlossenen Fonds für US-Lebensversicherungspolicen des Emissionshauses Berlin Atlantic Capital (BAC) aus Berlin geht das Geld aus. Die Geschäftsführung der Fonds Life Trust 2, 6 und 11 bittet die Anleger um Gesellschafterdarlehen für den laufenden Fondsbetrieb. Kämen bis Ende April nicht sechsstellige Mindestbeträge zusammen, sei ‚eine Insolvenz der Fondsgesellschaft die wahrscheinliche Folge‘.“

20.03.2012, FTD: BAC bittet Investoren zur Kasse
„Das Geschäft des Emissionshauses mit Fonds, die in gebrauchte US-Lebensversicherungen investieren, läuft nicht gut. Jetzt bettelt BAC die Anleger um Geld an, um die laufenden Kosten des Fondsbetriebs decken zu können. Investoren sollten sich auf das Spiel nicht einlassen, raten Experten.“

11.09.2011, FTD: Razzia beim Berliner Emissionshaus BAC
„Die Staatsanwaltschaft hat die Geschäfts- und Privaträume des Unternehmens und der Manager durchsuchen lassen. Es besteht der Verdacht auf Untreue und Kapitalanlagebetrug im Geschäft mit gebrauchten US-Lebenspolicen.“

21.09.2011, graumarktinfo.de/Börse Online: Staatsanwaltschaft rückt an
„Die Staatsanwaltschaft Berlin hat am Dienstag Geschäfts- und Privaträume von Berlin Atlantic Capital (BAC) sowie Verantwortlichen des Emissionshauses für unternehmerische Beteiligungen in Berlin durchsuchen lassen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, die Ermittler gingen auf Grund einer Strafanzeige dem Verdacht der Untreue und des Kapitalanlagebetrugs nach. Er bestätigte damit einen Bericht des Brancheninformationsdiensts fondstelegramm.“

18.10.2011, FTD: Verdacht auf Anlagebetrug – Win-win-Situation der besonderen Art
„Die Staatsanwaltschaft ermittelt bei BAC Berlin Atlantic Capital, dem einstigen Marktführer für geschlossene Fonds mit US-Lebensversicherungspolicen. […] BAC wies die Behauptung entschieden zurück, verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt zu haben. […] Fest steht: Es gab Aufschläge. Bei einer Transaktion zwischen dem Fonds Life Trust One und dem Fonds Life Trust 11 im Dezember 2007 schlug die Zwischengesellschaft Life Value Creations knapp 1,3 Mio. Dollar auf.“

29.09.2011, Börse Online: Mit Aufschlag weitergegeben
„Beim Emissionshaus Berlin Atlantic Capital geht die Staatsanwaltschaft Untreue- und Kapitalanlagebetrugsvorwürfen nach: Mit dem Handel von Lebensversicherungen sollen verdeckte Gewinne erzielt worden sein.“

18.10.2011, FTD: Kreativer Umgang mit Fakten / 20.10.2011, graumarktinfo.de: Kreativer Umgang mit Fakten
„Dokumente, die der FTD vorliegen, werfen ein interessantes Licht auf die Verbindung von BAC und Gomopa. Ende März schickte die Gomopa-Zweigniederlassung Berlin eine Rechnung ‚persönlich/vertraulich‘ an BAC-Gründer Stefan Beiten. Mit Verweis auf eine Vereinbarung mit BAC forderte sie 5950 Euro ‚für allgemeine Recherche- und Beratungsleistungen‘. Im Sommer berechnete sie mit gleicher Begründung 11900 Euro, die bis 26. August bezahlt werden sollten.“

05.10.2011, BAC: Stellungnahme: Bei Fonds-Transaktionen stets korrekt verhalten
Das Berliner Emissionshaus Berlin Atlantic Capital (BAC) weist die Behauptung, verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt zu haben, entschieden zurück. BAC unterstreicht mit Nachdruck, dass sowohl die Prämienfinanzierung von neu abzuschließenden Policen, die so genannte Initiierung, in Zeiten hoher Nachfrage und Angebotsknappheit als auch der Verkauf einzelner Policen zwischen den Fonds rechtmäßig und in Übereinstimmung mit den Beteiligungsprospekten erfolgten.

22.09.2011, Fondszeitung: Berlin Atlantic Capital – Alles nur zum Schein
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Verantwortlichen von Berlin Atlantic Capital (BAC), Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl, wegen des Verdachts auf Untreue und Kapitalanlagebetrug. Am vergangenen Dienstag durchsuchte sie Büroräume der BAC-Gruppe und Privaträume der Verantwortlichen in Berlin.

22.09.2011, BVZL: Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen BAC – Lückenlose Aufklärung im Sinne aller Marktteilnehmer dringend notwendig
Presseberichten vom 21. September 2011 zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen das Emissionshaus Berlin Atlantic Capital (BAC) wegen möglichen Anlagebetrugs. Konkret steht die BAC unter dem Verdacht einer Veruntreuung von Anlagegeldern in Verbindung mit ihren US-Lebensversicherungs-Fonds.

20.09.2011, BAC: Stellungnahme zu Durchsuchungsmaßnahmen bei BAC
Heute morgen fanden in den Geschäftsräumen der BAC Berlin Atlantic Capital GmbH Durchsuchungsmaßnahmen statt. Gleichzeitig fand hierzu bereits Berichterstattung im Internet statt.

21.02.2011: Manager Magazin: US-Gericht schockt deutsche Anleger
Im Streit mit der US-Bank Wells Fargo hat ein US-Gericht einem Investmentvehikel des Berliner Fondshauses BAC den Gläubigerschutz verweigert. Damit droht mehr als 8000 Anlegern hierzulande der Totalverlust ihrer Einlage. Insgesamt stehen für sie 175 Millionen Dollar auf dem Spiel.

17.02.2011: Manager Magazin: Anleger bangen um 175 Millionen Dollar
„Knapp ein Dutzend solcher geschlossener Fonds hat BAC hierzulande in den vergangenen Jahren platziert. Mehr als 8000 Anleger vertrauten dem Initiator rund 175 Millionen Dollar für Investitionen an. Die Anleger hofften auf eine ordentliche Rendite, wie vom Initiator avisiert – stattdessen müssen sie inzwischen befürchten, einen Großteil ihres Geldes nie wieder zu sehen. Wie kam es dazu? Offenbar wurde den Anlegern ein fataler Mix aus negativer Marktentwicklung und schlechtem Management zum Verhängnis.“

 

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Heinz Gerlach und die BAC: „Verdacht eines modifizierten Schneeballsystems“

Heinz Gerlach, Herausgeber des Informationsdienstes „Direkter Anlegerschutz“, hat im Jahr 2008 die BAC und ihre Fonds häufig zum Bestandteil seiner Berichterstattung gemacht und sogar diverse kritische „Special-Research“-Ausgaben veröffentlicht, die sich einzig um die BAC drehten. Seine Hauptkritikpunkte: „Krasse Täuschung“ von Anlegern und Vertrieben sowie der „Verdacht eines modifizierten Schneeballsystems“.

Direkter Anlegerschutz, 26. März 2008
„Krasse Täuschung von Anlageinteressenten und des Vertriebs über die tatsächliche Rentabilität des BAC-Fonds Life Trust 2 – Ausschüttung von ‚über 44 %‘ ist überwiegend Kapitalrückzahlung“ „Aus der Stellungnahme ist zu schließen, dass in den in der Pressemitteilung vom 19.10.07 genannten ‚über 44% Rückflüsse‘ […] erhebliche anteilige Rückflüsse des eigenen Kapitals an die Anleger enthalten sind […]. Darin wurde u.E. irreführend suggeriert, dass die Fondszeichner eine verdiente Ausschüttung von 44 % für das Jahr 2007 erhalten werden.“

Direkter Anlegerschutz, 21. April 2008
Heinz Gerlach veröffentlicht eine Gegendarstellung der BAC zu seinem März-Artikel. Die „krasse Täuschung“ sei eine unwahre Behauptung. Zwar von der BAC abgemahnt, aber vom Landgericht Frankfurt nicht untersagt wurde diese Aussage: „wird u.E. irreführend suggeriert, dass die Fondszeichner eine verdiente Ausschüttung von 44 % für das Jahr 2007 erhalten werden.“

anlegerschutz-report, 3. Juni 2008
„Die von der BAC Berlin Atlantic Capital AG als Erfolg gegenüber der Presse und dem Vertrieb ‚verkauften‘ Ausschüttungen von 45,5 % in 2007 für den erst 2006 geschlossenen 22-Mio-Fonds LIFE TRUST TWO sind trotz hohem Verlust von 1,235 Mio. Euro in 2007 ausbezahlt worden – Haftungsrisiken im Vertrieb der aktuellen BAC-Fonds?“

Direkter Anlegerschutz, 19. Juni 2008
Special-Research BAC: „Gefährliche Prospektfehler beim aktuellen BAC-Fonds LIFE TRUST 11, d.h. schwerwiegende Verletzungen des IDW-Standards durch die Prospektgutachter und die Prospektverantwortlichen: Irreführende und täuschende Rendite-Prospektierung, d.h. um 38 % überhöhte IRR-Rendite gegenüber der Durchschnittsrendite und täuschende Leistungsbilanz-Prospektierung“ „Lt. der 2006er Leistungsbilanz, dort Seite 9, deckt jedoch die im Prospekt nicht erwähnte Greenlight Media AG, Berlin, ‚den für die Berlin Atlantic Gruppe relevanten Medienbereich‘ ab. […] Sonst gibt es ausweislich der uns vorliegenden Unterlagen keine weiteren esellschaftsrechtlichen Verflechtungen zwischen der BAC und Greenlight Media, die dazu führen könnten, dass die bereits 1999 gegründete Greenlight Media und deren Private Placements dem erst 2004 gegründeten Emissionshaus BAC zuzurechnen wären. Der Website von Greenlight Media ist zudem zu entnehmen, dass nicht – wie im Prospekt für das Beteiligungsangebot LIFE TRUST 11 behauptet – ‚die BAC im Geschäftsbereich Medien gemeinsam mit BBC Worldwide als Arrangeur mehrere Projekte begleitet‘ hat, sondern die Greenlight Media AG. Mit der somit täuschenden unrichtigen vorteilhaften Prospekt-Darstellung der BAC als Initiator er erfolgreichen Private Placements der Greenlight Media AG und als Kooperationspartner von BBC Worldwide ist gegen die Vorgabe der Richtigkeit gemäß IDW S 4, Anlage 1, Tz. 2.3.1., verstoßen worden.“

BSZ Bund für soziales und ziviles Rechtsbewusstsein, 20. Juni 2008: BAC Life Trust 11 – Schwerwiegende Prospektfehler gefährden die Investments der Anleger
„‚Den Prospektverantwortlichen wird vorgeworfen, die Anleger u.a. durch die Verwendung einer für Anleger intransparenten Berechnungsmethode für die Darstellung der Rendite getäuscht zu haben. Zudem soll die Leistungsbilanz fehlerhaft sein.‘ […] Rechtsanwalt und BSZ e.V. Vertrauensanwalt Andreas Köpke: ‚Wir recherchieren seit einiger Zeit in der Sache. Nach den uns vorliegenden Unterlagen sind die Vorwürfe begründet.'“

Direkter Anlegerschutz, 14. August 2008
Special-Research BAC: „Die BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL AG verschweigt in ihren Prospekten und in ihrer Leistungsbilanz die von der FAZ aufgedeckten, in den Prospekten und im Vertrieb ausklärungspflichtigen katastrophalen Management-Leistungen der BAC-Fondsinitiatoren Stefan Beiten und Nikolaus Weil bei dem von der BAC-Tochtergesellschaft Greenlight Media AG initiierten, von der Dresdner Bank im Jahr 2000 exklusiv vertriebenen 138-Mio.-DM-Medienfonds BAF Berlin Animation Film“

Direkter Anlegerschutz, 19. August 2008
Special-Research BAC: „Verdacht erhärtet, dass die BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL AG bei ihren US-Lebensversicherungs-Fonds ein modifiziertes Schneeballsystem betreibt – Potentielle Interessenkonflikte im aktuellen Fonds sogar prospektiert – Vom Jahresabschlussprüfer angeforderte Bestätigung nicht erhalten, dass die Policen zwischen den BAC-Publikumsfonds und -Private-Placements weder direkt noch indirekt gehandelt werden – Nicht benannter (!!) US-Mittelverwendungskontrolleur prüft nicht die Angemessenheit der Kaufpreise beim aktuellen BAC LIFETRUST 14 – Werden so die Ausschüttungen der Vorläuferfonds produziert?“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2008: Der „graue Kapitalmarkt“ lebt
„Erst bemängelte Gerlach, ‚aufklärungspflichtige katastrophale Managementleistungen‘ aus der Vergangenheit seien im Fondsprospekt verschwiegen worden. Über ‚potentielle Interessenkonflikte‘ ging es dann bis zum Vorwurf des ‚Schneeballsystems‘.“

Direkter Anlegerschutz, 1. September 2008
Gegendarstellung der BAC zum Special-Research vom 14. August. Direkter Anlegerschutz, 5. September 2008 Special-Research BAC: „Stefan Beiten, der Haupt-Initiator der LIFETRUST- und INFRATRUST-Fonds der BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL, war entgegen der in einem Rundschreiben an die ‚Geschäftspartner der Berlin Atlantic Gruppe‘ suggerierten Rolle (‚lediglich unterstützender Dienstleister‘) zentraler und operativer Manager des 138-Mio-DM-Desaster-Fonds BAF Berlin Animation Film – Führt der FAZ-Artikel aus 2003 mit schweren, nicht widerlegten Vorwürfen – ‚garantiert unhaltbaren Prognosen‘ – zu Aufklärungspflichten im Vertrieb gemäß OLG-Urteil vom 28.10.98?“