Medien

In den vergangenen Jahren gab es eine umfangreiche Berichterstattung über die BAC-Gruppe und ihre Gründer Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl. Dabei fällt auf, dass seriöse Medien äußerst kritisch über das Unternehmen und seine Gründer berichten und Fehler und Versäumnisse des Managements aufzeigen.

In den folgenden Rubriken sind verschiedene interessante Artikel seriöser Medien zu der BAC-Gruppe und ihren Gründern zusammengestellt sowie die Zusammenarbeit mit den verschiedenen „Mediendienstleistern“ dargestellt, mit denen die BAC-Verantwortlichen versuchen von sich abzulenken und den „schwarzen Peter“ weiterzureichen.

 

Die „Mediendienstleister“ der BAC: CNC, Michael Oehme, Uwe Wolff und Gomopa

Seit Ende 2010 haben die BAC-Verantwortlichen mit verschiedenen Unternehmen und Personen zusammengearbeitet, um ihre „Geschichten“ zu verbreiten und den Medien Sand in die Augen zu streuen:

CNC  Communications & Network Consulting AG

Insbesondere aufgrund der erschreckenden Situation im LifeTrust-Bereich betrauten die BAC-Verantwortlichen die große PR-Agentur CNC  Communications & Network  Consulting AG mit der Öffentlichkeitsarbeit, die allerdings nur für vergleichsweise kurze Zeit für die BAC tätig war. CNC hatte damals geplant, seriöse Medien für eine Berichterstattung zugunsten der BAC zu gewinnen. Dieser Plan ist allerdings gescheitert. Stattdessen erfolgten durch zahlreiche seriöse Medien genau entgegengesetzte Berichterstattungen, wie die zahlreichen hier zusammengestellten Artikel zu den Fonds-zu-Fonds-Transaktionen und der Razzia bei der BAC und ihren Verantwortlichen zeigen.

Michael Oehme

Zudem setzt die BAC auf den PR-Berater Michael Oehme, der laut dem WirtschaftsWoche-Artikel Dubiose Pressearbeit „kein unbeschriebenes Blatt“ ist und „schon so manche Fondskatastrophe schön geredet“ hat, „etwa die desaströsen Debi-Select-Fonds, die Anlegern bei der Teldafax-Pleite statt der erhofften Renditen hauptsächlich Verlust und Verdruss bescherten.“

Interessant sind die Kommentare zu dem Artikel. Während sich in einem Michael Oehme über eine Äußerung empört und bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet haben will, bringt ein anderer Kommentar die „Liste des Grauens“ – eine Liste von Unternehmen, die Michael Oehme betreut oder betreut hat mit dem Hinweis: „Was soll denn falsch sein an dieser Aussage: ‚Die Liste der betroffenen ist sehr lang, wer heute bereits die Pleiten von Morgen wissen möchte, braucht sich nur erkundigen, ob Herr Oehme auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist‘.”

Tatsächlich finden sich in dieser Liste zahlreiche Unternehmen, die Michael Oehme im PR-Bereich betreut hat und die durch ihre problematische Entwicklung und negativen Auswirkungen für Anleger aufgefallen sind. Mehr zu diesen Unternehmen können Sie hier nachlesen.

Uwe Wolff

Schließlich haben die BAC-Gründer noch den PR-Mann Uwe Wolff dazu geholt, der mit seinem Unternehmen NAÏMA Strategic Legal Services GmbH darauf spezialisiert ist, „den Verlauf einer juristischen Auseinandersetzung im zivilrechtlichen und im strafrechtlichen Bereich im Sinne des Mandanten zu beeinflussen“, wie es bei Herrn Wolff heißt. Herr Wolff war übrigens früher als Journalist tätig und berichtete bereits im Jahr 2003 über Stefan Beiten und Nikolaus Weil: In einem blumigen Artikel schildert Wolff die Erfolge der Greenlight-Gründer. Eben diese Greenlight-Gründer zeichneten sich beim so genannten BAF-Skandal durch „katastrophale Management-Leistungen“ sowie mangelnde Kompetenz und Erfahrung aus, weswegen die Anleger der BAF Berlin-Animation-Film-Fonds viel Geld verloren. (Mehr hierzu lesen Sie in dem Beitrag Der wahre „Track Record“ von Beiten und Weil.)

Herr Wolff verfügt offensichtlich auch über große Erfahrung im Rufmord. In dem von ihm mit Stephan Holzinger veröffentlichtem Buch „“Im Namen der Öffentlichkeit – Litigation-PR als strategisches Instrument bei juristischen Auseinandersetzungen“ (ISBN 978-3-8349-0839-1) widmet er ein ganzes Kapitel diesem Thema.

Im Kapitel 11 „Rufmord, Gerüchte, Skandale – Irgendetwas bleibt immer hängen“, im Inhaltsverzeichnis noch ergänzt durch „Internet als Teilchenbeschleuniger in der Gerüchteküche“, heißt es dort auf Seite 148:

„Wer in das Visier professioneller Gerüchtestreuer gerät, der hat oftmals ganz schlechte Karten. Selbst wenn das, was arglistig behauptet wird, sich später nicht als wahr herausstellen sollte, so bleibt immer etwas an dem Zielobjekt hängen. Dieses Phänomen hatten schon die alten Griechen erkannt oder zumindest der griechische Schriftsteller Plutarch (45-125 n.Chr.), denn die Sentenz „Calmuniare audacter, semper aliquid haeret“ – „Verleumde nur dreist, irgendetwas bleibt immer hängen!“ wird diesem schlauen Hellenen zugeschrieben. Er sollte auch noch fast 2000 Jahre später recht behalten. Was Plutarch allerdings nicht ahnen konnte, ist die Geschwindigkeit, Effizienz, Reichweite und Durchschlagskraft, mit der im Zeitalter der Massenmedien und des Internets solche Verleumdungsmaschinen arbeiten. … [usw. usw.]“

Auf Seite 158 heißt es dann zur Strafanzeige als „beliebtes Mittel, eine Organisation, ein Unternehmen, oder eine Person zu diskreditieren“:

„Ist sie auch nur einigermaßen begründet, muss der Staatsanwalt reagieren, und mit dem Staatsanwalt reagieren auch die Medien – vorausgesetzt, sie werden über die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen von einer Person informiert, die darüber Kenntnisse besitzt, und die kann durchaus mit der Person identisch sein, welche auch die Anzeige gemacht hat. Das ist eine perfide, aber nicht unübliche Art des Rufmords, die schon ein verfeinertes Wissen um die Mechanik von Justiz und Medien voraussetzt.“

Gemeinsam mit Gomopa ist Herr Wolff zu Hochtouren aufgelaufen. Mit ihren Veröffentlichungen haben sie sich gegenseitig die Bälle zugespielt, um eine höhere Relevanz ihrer Veröffentlichungen zu erzielen.

Gomopa und die BAC

Der Nachrichtendienst Gomopa ist eine zweifelhafte Postille, deren Geschäftsmodell nach Berichten seriöser Medien auch in der Verbreitung negativer Nachrichten in der Finanzbranche liegt, um dann für das Stillschweigen abzukassieren. Laut einem Artikel im Magazin Die Zeit gibt es bei Gomopa „Indizien für systematisch betriebene Erpressungen“. Weiter heißt es: „Ein ehemaliger freier Mitarbeiter der Firma beschreibt gegenüber der ZEIT den eigentlichen Zweck des Unternehmens als ein „ausgeklügeltes Schutzgeld-Geschäftsmodell”.“

Nichtsdestotrotz haben Stefan Beiten und Nikolaus Weil in den vergangenen Jahren wiederholt Beiträge bei Gomopa gekauft, vorgefertigt und persönlich endredigiert, mit denen sie Oliver Schulz und sein Unternehmen diskreditieren wollten. Und obwohl es von Gomopa-Chef Klaus Maurischat heißt: „Journalistische Unabhängigkeit ist oberstes Gebot“ von Gomopa, sah die Postille anscheinend kein Problem darin, eben diese Beiträge gegen Bezahlung entgegenzunehmen und gänzlich ungeprüft – und damit vorsätzlich wahrheitswidrig – zu veröffentlichen. Hierzu veröffentlichte die Financial Times Deutschland bereits im Oktober 2011 einen interessanten und aufschlussreichen Artikel. Und auch der E-Mailverkehr zur Abstimmung eines Beitrags und die an Stefan Beiten adressierten Rechnungen belegen die Geschäftsbeziehung der BAC-Gründer mit Gomopa.

Sowohl 2011 als auch 2013 veröffentlichte Gomopa die beauftragten Artikel im Vorfeld von Gesellschafterversammlungen, bei denen die Fondsgeschäftsführung ihre Abwahl befürchten musste, und damit zu dem für Beiten und Weil, die eine solche Abwahl um jeden Preis verhindern wollen, am besten geeigneten Zeitpunkt.

Auffällig ist auch, dass die Veröffentlichungen von Gomopa mittlerweile auf den „Presseinformationen“ des PR-Beraters Uwe Wolff aufbauen. Während seriöse Medien dessen „Presseinformationen“ ignorierten, bediente sich Gomopa umfangreich aus diesen Meldungen und nutzte sie – ergänzt um die auch auf der von Stephan Brückl unterhaltenen Webseite gemachten Anschuldigungen und Behauptungen –, um weitere Unwahrheiten über Oliver Schulz und sein Unternehmen zu verbreiten. Die „Berichterstattung“ von Gomopa war somit ganz offensichtlich nicht neutral, sondern diente dazu, endlich die benötigte „negative Presse“ über Schulz zu erhalten, die dann wiederum von Herrn Wolff und Herrn Brückl aufgenommen wurde. Da es Herrn Brückl und seinen Mitstreitern nicht gelungen war, in den seriösen Medien ihre „Geschichten“ zu platzieren und negative Berichte über Schulz zu generieren, dürfte das Zusammenspiel mit Gomopa die einzige Möglichkeit gewesen sein, überhaupt entsprechende Artikel zu produzieren.

 

BAF Berlin Animation Fund: Horrende Verluste in einem „missratenen Filmfonds“

Bereits 2003 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Beitrag, der einen Blick auf die Management-Kompetenz von Stefan Beiten und Nikolaus Weil ermöglicht. Deren Greenlight Media GmbH wollte beim Berlin Animation Fund ein „verlässlicher und erfahrener Partner“ sein. Tatsächlich aber versenkte das von Beiten und Weil gemanagte Unternehmen anscheinend einen zweistelligen Millionenbetrag:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. April 2003: Die Dresdner Bank dreht ihren eigenen Trickfilm
„Tatsächlich jedoch fehlte Greenlight die Kompetenz und die Erfahrung, um eine solch umfangreiche Trickfilmproduktion zu stemmen. […] Das Ergebnis war verheerend: Es kam nicht nur zu deutlichen Zeitverzögerungen in der Produktion; die Qualität der meisten Filme war so schlecht, daß sie unverkäuflich waren.“
Die Kosten hingegen waren hoch, wie der Mittelverwendungsplan zeigt, „bei dem jenseits der eigentlichen Filmherstellungskosten ungewöhnlich viel Geld für Bereiche wie Marketing und Produktionsdienstleistungen oder Nebenprodukte vorgesehen ist.“ Das traurige Resultat für die Anleger: „Sie werden allenfalls einen Teil ihres investierten Geldes wiedersehen.“

Direkter Anlegerschutz, 14. August 2008
Special-Research BAC: „Die BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL AG verschweigt in ihren Prospekten und in ihrer Leistungsbilanz die von der FAZ aufgedeckten, in den Prospekten und im Vertrieb aufklärungspflichtigen katastrophalen Management-Leistungen der BAC-Fondsinitiatoren Stefan Beiten und Nikolaus Weil bei dem von der BAC-Tochtergesellschaft Greenlight Media AG initiierten, von der Dresdner Bank im Jahr 2000 exklusiv vertriebenen 138-Mio.-DM-Medienfonds BAF Berlin Animation Film“

 

Heinz Gerlach und die BAC: „Verdacht eines modifizierten Schneeballsystems“

Heinz Gerlach, Herausgeber des Informationsdienstes „Direkter Anlegerschutz“, hat im Jahr 2008 die BAC und ihre Fonds häufig zum Bestandteil seiner Berichterstattung gemacht und sogar diverse kritische „Special-Research“-Ausgaben veröffentlicht, die sich einzig um die BAC drehten. Seine Hauptkritikpunkte: „Krasse Täuschung“ von Anlegern und Vertrieben sowie der „Verdacht eines modifizierten Schneeballsystems“.

Direkter Anlegerschutz, 26. März 2008
„Krasse Täuschung von Anlageinteressenten und des Vertriebs über die tatsächliche Rentabilität des BAC-Fonds Life Trust 2 – Ausschüttung von ‚über 44 %‘ ist überwiegend Kapitalrückzahlung“ „Aus der Stellungnahme ist zu schließen, dass in den in der Pressemitteilung vom 19.10.07 genannten ‚über 44% Rückflüsse‘ […] erhebliche anteilige Rückflüsse des eigenen Kapitals an die Anleger enthalten sind […]. Darin wurde u.E. irreführend suggeriert, dass die Fondszeichner eine verdiente Ausschüttung von 44 % für das Jahr 2007 erhalten werden.“

Direkter Anlegerschutz, 21. April 2008
Heinz Gerlach veröffentlicht eine Gegendarstellung der BAC zu seinem März-Artikel. Die „krasse Täuschung“ sei eine unwahre Behauptung. Zwar von der BAC abgemahnt, aber vom Landgericht Frankfurt nicht untersagt wurde diese Aussage: „wird u.E. irreführend suggeriert, dass die Fondszeichner eine verdiente Ausschüttung von 44 % für das Jahr 2007 erhalten werden.“

Direkter Anlegerschutz, 19. Mai 2008
Special-Research BAC: „BAC akquiriert per Inhaberschuldverschreibungen 5 Mio. € für ‚Investitionen in die Entwicklung von Geschäftsbereichen und neuen Finanzprodukten der BAC‘ [Private Placement BAC Opportunity Premium 1] – im Prospekt fehlt das Kapitel ‚Angaben über die Vermögens-, Finanz und Ertragslage“

Direkter Anlegerschutz, 23. Mai 2008
Special Research BAC: „Dafür dass die Prospektierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Anlageinteressenten und den Vertrieb beim BAC-Private-Placement [BAC Opportunity Premium 1] abschrecken könnte, spricht der im Bundesanzeiger veröffentlichte 2006er Jahresabschluss der BAC: Der Bilanzverlust per 31.12.06 beläuft sich auf 1.051.437,80 € nach 1.056.945,40 € per 31.12.05, d.h. der Bilanzgewinn für das Jahr 2006 beträgt nur 5.507,60 €.

Pressemitteilung der BAC: Heinz Gerlachs „Direkter Anlegerschutz“ informiert weiter falsch über BAC, 26. Mai 2008
„Im Gegensatz zu dem Eindruck, den Gerlach erweckt, hat die BAC Berlin Atlantic Capital AG im Jahr 2006 einen Jahresüberschuss von rund 225.000 Euro verbucht – Gerlach schreibt von einem Bilanzgewinn 2006 von 5.507 Euro. Vielmehr hat die BAC AG, ein Tochterunternehmen der Berlin Atlantic Gruppe, ein erfolgreiches Jahr 2007 gehabt und in diesem Zeitraum ihren Gewinn auf über 1 Millionen Euro mehr als vervierfacht. […] Zudem weist die BAC AG ein Eigenkapital von 2 Millionen Euro und keinerlei Bankverbindlichkeiten auf. Das sind äußerst positive Ergebnisse, wobei die Planungen für das laufende Geschäftsjahr diese Zahlen noch übertreffen.“

anlegerschutz-report, 26. Mai 2008
„BAC reagiert mit aggressiver, aber irreführender Pressemitteilung auf unsere Berichterstattung über die 5-Mio.-Inhaberschuldverschreibungs-Emission BAC Opportunity Premium 1 mit 9-%-iger Verzinsung und unvollständigem Prospekt ohne BAC-Bilanz – Der Vertrieb ist zur Einholung einer Bonitätsauskunft verpflichtet“

anlegerschutz-report, 3. Juni 2008
„Die von der BAC Berlin Atlantic Capital AG als Erfolg gegenüber der Presse und dem Vertrieb ‚verkauften‘ Ausschüttungen von 45,5 % in 2007 für den erst 2006 geschlossenen 22-Mio-Fonds LIFE TRUST TWO sind trotz hohem Verlust von 1,235 Mio. Euro in 2007 ausbezahlt worden – Haftungsrisiken im Vertrieb der aktuellen BAC-Fonds?“

Direkter Anlegerschutz, 19. Juni 2008
Special-Research BAC: „Gefährliche Prospektfehler beim aktuellen BAC-Fonds LIFE TRUST 11, d.h. schwerwiegende Verletzungen des IDW-Standards durch die Prospektgutachter und die Prospektverantwortlichen: Irreführende und täuschende Rendite-Prospektierung, d.h. um 38 % überhöhte IRR-Rendite gegenüber der Durchschnittsrendite und täuschende Leistungsbilanz-Prospektierung“ „Lt. der 2006er Leistungsbilanz, dort Seite 9, deckt jedoch die im Prospekt nicht erwähnte Greenlight Media AG, Berlin, ‚den für die Berlin Atlantic Gruppe relevanten Medienbereich‘ ab. […] Sonst gibt es ausweislich der uns vorliegenden Unterlagen keine weiteren esellschaftsrechtlichen Verflechtungen zwischen der BAC und Greenlight Media, die dazu führen könnten, dass die bereits 1999 gegründete Greenlight Media und deren Private Placements dem erst 2004 gegründeten Emissionshaus BAC zuzurechnen wären. Der Website von Greenlight Media ist zudem zu entnehmen, dass nicht – wie im Prospekt für das Beteiligungsangebot LIFE TRUST 11 behauptet – ‚die BAC im Geschäftsbereich Medien gemeinsam mit BBC Worldwide als Arrangeur mehrere Projekte begleitet‘ hat, sondern die Greenlight Media AG. Mit der somit täuschenden unrichtigen vorteilhaften Prospekt-Darstellung der BAC als Initiator er erfolgreichen Private Placements der Greenlight Media AG und als Kooperationspartner von BBC Worldwide ist gegen die Vorgabe der Richtigkeit gemäß IDW S 4, Anlage 1, Tz. 2.3.1., verstoßen worden.“

BSZ Bund für soziales und ziviles Rechtsbewusstsein, 20. Juni 2008: BAC Life Trust 11 – Schwerwiegende Prospektfehler gefährden die Investments der Anleger
„‚Den Prospektverantwortlichen wird vorgeworfen, die Anleger u.a. durch die Verwendung einer für Anleger intransparenten Berechnungsmethode für die Darstellung der Rendite getäuscht zu haben. Zudem soll die Leistungsbilanz fehlerhaft sein.‘ […] Rechtsanwalt und BSZ e.V. Vertrauensanwalt Andreas Köpke: ‚Wir recherchieren seit einiger Zeit in der Sache. Nach den uns vorliegenden Unterlagen sind die Vorwürfe begründet.'“

Direkter Anlegerschutz, 14. August 2008
Special-Research BAC: „Die BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL AG verschweigt in ihren Prospekten und in ihrer Leistungsbilanz die von der FAZ aufgedeckten, in den Prospekten und im Vertrieb ausklärungspflichtigen katastrophalen Management-Leistungen der BAC-Fondsinitiatoren Stefan Beiten und Nikolaus Weil bei dem von der BAC-Tochtergesellschaft Greenlight Media AG initiierten, von der Dresdner Bank im Jahr 2000 exklusiv vertriebenen 138-Mio.-DM-Medienfonds BAF Berlin Animation Film“

Direkter Anlegerschutz, 19. August 2008
Special-Research BAC: „Verdacht erhärtet, dass die BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL AG bei ihren US-Lebensversicherungs-Fonds ein modifiziertes Schneeballsystem betreibt – Potentielle Interessenkonflikte im aktuellen Fonds sogar prospektiert – Vom Jahresabschlussprüfer angeforderte Bestätigung nicht erhalten, dass die Policen zwischen den BAC-Publikumsfonds und -Private-Placements weder direkt noch indirekt gehandelt werden – Nicht benannter (!!) US-Mittelverwendungskontrolleur prüft nicht die Angemessenheit der Kaufpreise beim aktuellen BAC LIFETRUST 14 – Werden so die Ausschüttungen der Vorläuferfonds produziert?“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2008: Der „graue Kapitalmarkt“ lebt
„Erst bemängelte Gerlach, ‚aufklärungspflichtige katastrophale Managementleistungen‘ aus der Vergangenheit seien im Fondsprospekt verschwiegen worden. Über ‚potentielle Interessenkonflikte‘ ging es dann bis zum Vorwurf des ‚Schneeballsystems‘.“

Direkter Anlegerschutz, 1. September 2008
Gegendarstellung der BAC zum Special-Research vom 14. August. Direkter Anlegerschutz, 5. September 2008 Special-Research BAC: „Stefan Beiten, der Haupt-Initiator der LIFETRUST- und INFRATRUST-Fonds der BAC BERLIN ATLANTIC CAPITAL, war entgegen der in einem Rundschreiben an die ‚Geschäftspartner der Berlin Atlantic Gruppe‘ suggerierten Rolle (‚lediglich unterstützender Dienstleister‘) zentraler und operativer Manager des 138-Mio-DM-Desaster-Fonds BAF Berlin Animation Film – Führt der FAZ-Artikel aus 2003 mit schweren, nicht widerlegten Vorwürfen – ‚garantiert unhaltbaren Prognosen‘ – zu Aufklärungspflichten im Vertrieb gemäß OLG-Urteil vom 28.10.98?“

 

Razzia bei der BAC / LifeTrust-Fonds: Verdacht auf Untreue und Kapitalanlagebetrug

Über 8.000 Anleger investierten rund 175 Millionen US-Dollar in die verschiedenen LifeTrust-Fonds der BAC. Heute droht ihnen der Totalverlust ihrer Einlage. Gegen die BAC-Verantwortlichen Nikolaus Weil, Stefan Beiten und Franz-Philippe Przybyl ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue und Kapitalanlagebetrug in besonders schwerem Fall. Es besteht insbesondere der Verdacht, dass die BAC-Verantwortlichen eine Art Schneeballsystem betrieben, Policen zwischen den Fonds gehandelt und dabei verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt haben. (Anmerkung: die Ermittlungen wurden schließlich eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft die Behauptungen der BAC-Gründer, es seien angemessene Bewertungen erfolgt, nicht ausreichend widerlegen konnte.)

31.07.2013, fondstelegramm: BAC-Manager wegen Anlagebetrugs verurteilt – Landgericht Berlin bestätigt „eine Art Schneeballsystem“
„Mit ihrem Argument für die Fonds-zu-Fonds-Transaktionen gab BAC dem Gericht zu erkennen, den Fonds wider besseres Wissen konzipiert zu haben. Ein weiteres Eigentor: Durch den Verweis auf die Finanzmarktkrise als Ursache der wirtschaftlichen Schieflage des Fonds erweist sich das im Prospekt stark gemachte Verkaufsargument, das Investment sei konjunkturabhängig, als falsch und zwar vorsätzlich – wie das Urteil mit Bezug auf den Kapitalanlagebetrugs-Paragrafen (StGB 264a) schreibt.“
[Anmerkung: Die Rechtsanwälte der Herren Przybyl und Weil haben mitgeteilt, dass das Urteil in der Berufung aufgehoben worden sei, womit eine Verurteilung wegen Kapitalanlagebetrugs entfallen würde. Das Berufungsurteil und dessen Begründung liegen hier allerdings nicht vor.]

23.03.2012, fondstelegramm: BAC-Lifetrust-Fonds klamm, Sonderprüfung abgelehnt
„Geschäftsführung droht den Anlegern mit Insolvenz und Schadenersatz“

15.03.2012, graumarktinfo.de: Life-Trust-Fonds brauchen Geld
„Mehreren geschlossenen Fonds für US-Lebensversicherungspolicen des Emissionshauses Berlin Atlantic Capital (BAC) aus Berlin geht das Geld aus. Die Geschäftsführung der Fonds Life Trust 2, 6 und 11 bittet die Anleger um Gesellschafterdarlehen für den laufenden Fondsbetrieb. Kämen bis Ende April nicht sechsstellige Mindestbeträge zusammen, sei ‚eine Insolvenz der Fondsgesellschaft die wahrscheinliche Folge‘.“

20.03.2012, FTD: BAC bittet Investoren zur Kasse
„Das Geschäft des Emissionshauses mit Fonds, die in gebrauchte US-Lebensversicherungen investieren, läuft nicht gut. Jetzt bettelt BAC die Anleger um Geld an, um die laufenden Kosten des Fondsbetriebs decken zu können. Investoren sollten sich auf das Spiel nicht einlassen, raten Experten.“

11.09.2011, FTD: Razzia beim Berliner Emissionshaus BAC
„Die Staatsanwaltschaft hat die Geschäfts- und Privaträume des Unternehmens und der Manager durchsuchen lassen. Es besteht der Verdacht auf Untreue und Kapitalanlagebetrug im Geschäft mit gebrauchten US-Lebenspolicen.“

21.09.2011, graumarktinfo.de/Börse Online: Staatsanwaltschaft rückt an
„Die Staatsanwaltschaft Berlin hat am Dienstag Geschäfts- und Privaträume von Berlin Atlantic Capital (BAC) sowie Verantwortlichen des Emissionshauses für unternehmerische Beteiligungen in Berlin durchsuchen lassen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, die Ermittler gingen auf Grund einer Strafanzeige dem Verdacht der Untreue und des Kapitalanlagebetrugs nach. Er bestätigte damit einen Bericht des Brancheninformationsdiensts fondstelegramm.“

18.10.2011, FTD: Verdacht auf Anlagebetrug – Win-win-Situation der besonderen Art
„Die Staatsanwaltschaft ermittelt bei BAC Berlin Atlantic Capital, dem einstigen Marktführer für geschlossene Fonds mit US-Lebensversicherungspolicen. […] BAC wies die Behauptung entschieden zurück, verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt zu haben. […] Fest steht: Es gab Aufschläge. Bei einer Transaktion zwischen dem Fonds Life Trust One und dem Fonds Life Trust 11 im Dezember 2007 schlug die Zwischengesellschaft Life Value Creations knapp 1,3 Mio. Dollar auf.“

29.09.2011, Börse Online: Mit Aufschlag weitergegeben
„Beim Emissionshaus Berlin Atlantic Capital geht die Staatsanwaltschaft Untreue- und Kapitalanlagebetrugsvorwürfen nach: Mit dem Handel von Lebensversicherungen sollen verdeckte Gewinne erzielt worden sein.“

18.10.2011, FTD: Kreativer Umgang mit Fakten / 20.10.2011, graumarktinfo.de: Kreativer Umgang mit Fakten
„Dokumente, die der FTD vorliegen, werfen ein interessantes Licht auf die Verbindung von BAC und Gomopa. Ende März schickte die Gomopa-Zweigniederlassung Berlin eine Rechnung ‚persönlich/vertraulich‘ an BAC-Gründer Stefan Beiten. Mit Verweis auf eine Vereinbarung mit BAC forderte sie 5950 Euro ‚für allgemeine Recherche- und Beratungsleistungen‘. Im Sommer berechnete sie mit gleicher Begründung 11900 Euro, die bis 26. August bezahlt werden sollten.“

05.10.2011, BAC: Stellungnahme: Bei Fonds-Transaktionen stets korrekt verhalten
Das Berliner Emissionshaus Berlin Atlantic Capital (BAC) weist die Behauptung, verdeckte Gewinne zu Lasten der Anleger erzielt zu haben, entschieden zurück. BAC unterstreicht mit Nachdruck, dass sowohl die Prämienfinanzierung von neu abzuschließenden Policen, die so genannte Initiierung, in Zeiten hoher Nachfrage und Angebotsknappheit als auch der Verkauf einzelner Policen zwischen den Fonds rechtmäßig und in Übereinstimmung mit den Beteiligungsprospekten erfolgten.

22.09.2011, Fondszeitung: Berlin Atlantic Capital – Alles nur zum Schein
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Verantwortlichen von Berlin Atlantic Capital (BAC), Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl, wegen des Verdachts auf Untreue und Kapitalanlagebetrug. Am vergangenen Dienstag durchsuchte sie Büroräume der BAC-Gruppe und Privaträume der Verantwortlichen in Berlin.

22.09.2011, BVZL: Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen BAC – Lückenlose Aufklärung im Sinne aller Marktteilnehmer dringend notwendig
Presseberichten vom 21. September 2011 zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen das Emissionshaus Berlin Atlantic Capital (BAC) wegen möglichen Anlagebetrugs. Konkret steht die BAC unter dem Verdacht einer Veruntreuung von Anlagegeldern in Verbindung mit ihren US-Lebensversicherungs-Fonds.

20.09.2011, BAC: Stellungnahme zu Durchsuchungsmaßnahmen bei BAC
Heute morgen fanden in den Geschäftsräumen der BAC Berlin Atlantic Capital GmbH Durchsuchungsmaßnahmen statt. Gleichzeitig fand hierzu bereits Berichterstattung im Internet statt.

21.02.2011: Manager Magazin: US-Gericht schockt deutsche Anleger
Im Streit mit der US-Bank Wells Fargo hat ein US-Gericht einem Investmentvehikel des Berliner Fondshauses BAC den Gläubigerschutz verweigert. Damit droht mehr als 8000 Anlegern hierzulande der Totalverlust ihrer Einlage. Insgesamt stehen für sie 175 Millionen Dollar auf dem Spiel.

17.02.2011: Manager Magazin: Anleger bangen um 175 Millionen Dollar
„Knapp ein Dutzend solcher geschlossener Fonds hat BAC hierzulande in den vergangenen Jahren platziert. Mehr als 8000 Anleger vertrauten dem Initiator rund 175 Millionen Dollar für Investitionen an. Die Anleger hofften auf eine ordentliche Rendite, wie vom Initiator avisiert – stattdessen müssen sie inzwischen befürchten, einen Großteil ihres Geldes nie wieder zu sehen. Wie kam es dazu? Offenbar wurde den Anlegern ein fataler Mix aus negativer Marktentwicklung und schlechtem Management zum Verhängnis.“ 

 

Umtauschangebot / InfraTrust-Fonds

In die InfraTrust-Fonds haben rund 2.500 Anleger rund 80 Millionen US-Dollar investiert. Die Fondsgeschäftsführung hat mehrfach versucht, die Assets und Liquidität der Fonds zu poolen. Mitte 2012 wurden die atypisch stillen Beteiligungsverträge der Infrarust-Fonds 2, 5 und 9 gekündigt, die Anleger halten seitdem eine Art stimmrechtslose Vorzugsaktien an der CIG Wireless Corp. Die Fonds haben keine Forderungen aus den atypisch stillen Beteiligungen mehr, sondern sind stattdessen Mitglieder ihres ehemaligen Schuldners. Ihnen droht offenbar spätestens ab Mitte 2014 die Illiquidität; dies legen jedenfalls die letzten Berichte des Fondsmanagements nahe. Inzwischen haben bereits diverse Anleger Strafanzeige gegen BAC-Verantwortliche erstattet, um ihre Ansprüche zu sichern.

13.11.2011, fondstelegramm: BAC CIGt rum
„Berlin Atlantic Capital hat die Gesellschafterversammlungen verschoben, auf denen rund 2.600 Anleger der BAC-Infratrustfonds über die Annahme eines Umtauschangebots entscheiden sollen. Sie sollen ihre Fondsanteile und damit ihren anteiligen Besitz an 72 Funkmasten in den fremdgesteuerten US-Börsenmantel CIG Wireless einbringen. Die Verschiebung hat möglicherweise den Grund, dass zu viele Anleger zu verstehen gegeben haben, dass sie mehr Zeit und mehr Informationen brauchen. Die Verschiebung hat möglicherweise aber auch den Grund, dass zu viele Anleger ihre Zustimmung bereits verweigert haben. Denn eine erklärungsbedürftige Bemerkung, die BAC nebenbei äußert, besagt, dass alle bisher abgegebenen Stimmen ihre Gültigkeit verlieren.“

31.10.2011, FTD: Ein Angebot zum Abschlagen
„Anleger von BACs Mobilfunkfonds sollen Anteile für Aktien hergeben. Ein merkwürdiger Tausch.“

13.11.2011, finanzen.net: Tückisches Umtauschangebot für Fondsanleger
„Gezahlt wird nicht Cash, sondern über die Ausgabe von CIG-Vorzugsaktien für drei US-Dollar pro Stück. Dafür bekommen Anleger eine jährliche Vorabverzinsung von sechs Prozent auf den Wert der Aktien. Klingt gut, ist aber Spiegelfechterei: Die Vorzüge sind stimmrechtslose Aktien an einer AG, die mit den Türmen erwähnenswerte Buchwerte besitzt, auf die Anleger aber nicht voll zugreifen können. […] Als Fondsanleger sind sie hingegen bisher Miteigentümer. Statt weiter in ein aktiv gemanagtes Mobilfunkmast-Portfolio zu investieren, steckt ihr Geld in einem Unternehmen mit Funktürmen, für das es derzeit keine Fundamentalzahlen gibt. Vorbörslich notiert die Aktie bei vier US-Dollar. Kenner wissen allerdings, dass solche Kurse manipulierbar sind.“

30.10.2011, fondstelegramm: Ein unmoralisches Angebot
„Das Angebot der BAC an ihre Anleger ist nicht koscher. […] Die Masten sind vermietet und werfen Ertrag ab. Warum sich die Anleger allein aus Gründen eines vermeintlichen Flexibilitätsgewinns darauf einlassen sollten, einen nicht näher bezifferten Wert gegen ihre Beteiligung zu tauschen, ist nicht nachvollziehbar. […] Zu diesem Tauschgeschäft fordert der Fondsgeschäftsführer Nikolaus Weil auf, gegen den die Berliner Staatsanwaltschaft aktuell wegen des Verdachts auf Untreue und Kapitalanlagebetrug bei den Life-Trust-Fonds ermittelt.“

16.11.2011, FTD: Heißer Herbst für BAC
„Das Emissionshaus will einen skurrilen Anteilstausch – und ein Ex-Manager meutert dagegen.“

03.11.2011, graumarktinfo.de: BAC InfraTrust – Die Nerven liegen blank
„Die Gesellschafter mehrerer geschlossener Mobilfunkfonds von Berlin Atlantic Capital (BAC) […] sollen […] über ein beispielloses Angebot entscheiden: Die US-Gesellschaft CIG Wireless, eine Tochter der Schweizer Private-Equity-Gesellschaft Enex, will das gesamte Mobilfunkportfolio aller Fonds für 37,9 Mio. Dollar kaufen. Dafür erhalten die Anleger Vorzugsaktien mit sechs Prozent Vorabverzinsung jährlich, und mit der Option, die Papiere unter gewissen Umständen in Stammaktien oder Geld zu wandeln.
Allerdings lässt sich die Attraktivität der Offerte an sich anhand der Angaben in den Einladungsschreiben nicht beurteilen. Fundamentale Kennzahlen zu CIG Wireless fehlen. ‚An CIG Wireless werden die Fondsanleger nach dem Tausch etwa 35 Prozent halten‘, sagt Weil. Bei der US-Wertpapieraufsicht SEC eingereichte Unterlagen legen aber nahe, dass die Vermögenswerte, die Anleger einbringen, einen weit größeren Anteil ausmachen als das, was sie im Tausch bekommen. CIG Wireless war nur ein Börsenmantel, bis es Anfang Oktober einen Teil des BAC-US-Geschäfts übernahm.“