Welche Funktion hat die H|B Advisors LLP von Rechtsanwalt Dr. Herbst?

Vor etwa 1,5 Jahren haben wir darauf hingewiesen, dass die Kanzlei Herbst Bröcker u.a. in Person des Herrn Rechtsanwalt Dr. Christian Herbst eine große Zahl an BAC Gesellschaften sowie deren Lenker und Denker vertrat. Damals wurde dies grafisch wie folgt dargestellt:

 

Spinnennetz erweitert

Aktuell dürften zumindest noch die Herren Beiten, Weil und Przybyl persönlich, Piotr Gomola, sowie die MfAM und die diversen InfraTrust-Fonds von Herbst Bröcker vertreten werden.

Nachdem die Kanzlei Herbst Bröcker bereits diverse Klagen für u.a. ehemalige BAC-Verantwortliche gegen Oliver Schulz und sein Unternehmen eingereicht hatte, ließ es sich Dr. Herbst schließlich nicht nehmen, auch persönlich als Kläger aufzutreten.

Angeblich könne ihm durch die nicht zutreffende Äußerung, dass er die ordnungsgemäße Einladung der außerordentlichen Gesellschafterversammlungen der InfraTrust-Fonds 6 und 8 von Juni 2013 festgestellt habe, Schaden entstehen. Wie das Landgericht Berlin nun in dem von Dr. Herbst angestrengten Verfahren aber festgestellt hat, sei nicht ersichtlich, dass diese Behauptung das Ansehen des Klägers (Dr. Herbst) erheblich gemindert hätte – Dr. Herbst selbst sei nach seinen eigenen Angaben mehr als 1 Jahr nach der Veröffentlichung noch immer kein Schaden bekannt. Dr. Herbst hat nur insofern Recht bekommen, als ihm außergerichtliche Kosten geringen Umfangs zu ersetzen sind und künftig die Behauptung, er habe die ordnungsgemäße Einladung festgestellt, zu unterlassen ist – da der entsprechende Beitrag bereits vor über einem Jahr angepasst wurde, stellt das im Ergebnis allerdings nichts Neues dar. Im Übrigen wurde seine Klage erstinstanzlich (zu 61%) abgewiesen, wogegen Herr Dr. Herbst Berufung eingelegt hat. Die erstinstanzliche, nicht rechtskräftige Abweisung betrifft insbesondere die Anträge auf Feststellung einer Schadensersatzpflicht, Benennung der Adressaten und Richtigstellung.

Interessanterweise stellt das Gericht fest, dass Dr. Herbst eine lange Zeitspanne hat verstreichen lassen zwischen der Veröffentlichung der bemängelten Äußerung und seiner Klage. Das spricht laut Gericht dafür, dass es ihm bei dem Richtigstellungsantrag nicht um die Wiederherstellung seines guten Rufs, sondern um die Schädigung der Beklagten (also von Oliver Schulz) geht. Dem muss man nichts hinzufügen ….

(mehr …)

Börsenwert der CIG Wireless dramatisch gesunken

Die Entwicklungen bei der CIG Wireless gehen weiter. Inzwischen wurde der Unternehmenssitz nach Wellington, Florida, verlegt; die neue Adresse lautet 11120 South Crown Way,  Suite 1,  Wellington, Florida 33414, USA.

Büro CIG Büro CIG 2

Der Börsenwert der CIG ist mittlerweile auf nur noch 10 Millionen US-Dollar gesunken. Eine dramatische Entwicklung für ein Unternehmen, in das zunächst die Masten der InfraTrust-Fonds 2, 5 und 9 eingebracht wurden, dann einen Kredit über 32 Millionen US-Dollar bei Macquarie aufgenommen hat (der mit knapp 10% verzinst wird) und bei dem anschließend Fir Tree mit 35 Millionen US-Dollar eingestiegen ist (was mit 9% verzinst wird) und dafür Vorzugsaktien erhalten hat. Der Großteil des Börsenwertes scheint vernichtet. (mehr …)

Informationen zur Verlegung des Blogs

Seit mittlerweile rund 1,5 Jahren können Sie sich auf www.bac-fonds-info.de über die Hintergründe bei den von der BAC emittierten Fonds sowie über diverse Missstände und Verfehlungen des Managements informieren. Der Blog sah sich in dieser Zeit mit zahlreichen Diffamierungen und wiederholten DDoS-Attacken konfrontiert. Um vor diesem Hintergrund und den mit der Unterhaltung des Blogs verbundenen Kosten die hier gesammelten Informationen und Dokumente dauerhaft für Sie zu erhalten, haben wir uns dazu entschieden, den Blog sowie sämtliche Rechte hieran und Pflichten hieraus auf einen externen Dienstleister, die White Eagle Capital Limited, zu übertragen. Diese wird zukünftig für den Blog verantwortlich zeichnen. Für Fragen, Anregungen oder einen Gedankenaustausch stehen Ihnen natürlich weiterhin die bekannten Personen unter den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung. Für Sie ändert sich durch die Übertragung also nichts. Wir wünschen Ihnen weiterhin eine informative Lektüre der einzelnen Beiträge und bedanken uns für Ihr bisheriges Interesse.

Anleger ficht Beschlussfassung im LifeTrust 6 an

Der erste Anleger hat wesentliche Teile der auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 30.01.2014 ergangenen Beschlussfassung im LifeTrust 6 zur Durchführung der Liquidation der Gesellschaft angefochten.

Unter TOP 5 hatte die Fondsgeschäftsführung folgende Ergänzung des Gesellschaftsvertrages zur Abstimmung gestellt:

“ein Anleger nach Auflösung der Gesellschaft (Liquidation)

a) einer anderen Art der Auskehr des jeweiligen Liquidationserlöses (z. B. Übernahme von Forderungen) zustimmt, oder

b) eine Barabfindung auf Grundlage der vom Wirtschaftsprüfer zu prüfenden Liquidationsbilanz zum 31.12.2014 als jeweiligen Liquidationserlös erhalten wird, wobei für die Fälligkeit und den Anspruch auf Auszahlung des Betrages die gesellschaftsvertraglichen Regelungen (Stundung) gelten. Die Auszahlungsverpflichtung und -abwicklung kann auf einen Dritten übertragen werden.

In den unter Buchstabe a) und b) genannten Fällen scheiden die Anleger abweichend von sonstigen Regelungen dieses Gesellschaftsvertrages aus der Gesellschaft aus, auch wenn der Betrag noch nicht (vollständig) ausgezahlt bzw. ein anderer Vermögensgegenstand noch nicht übertragen wurde. Die Geschäftsführung/Liquidatorin kann mit einzelnen Anlegern unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes abweichende Vereinbarungen hinsichtlich der Gesellschaftsbeteiligung einschließlich einer Übernahme von Vermögenswerten zum Zwecke der Fortführung vereinbaren. Die Treuhandkommanditistin ist verpflichtet, im Fall des Ausschlusses bzw. Ausscheidens von Treugebern, gleich aus welchem Grund, ihre Einlage im Innen- und Außenverhältnis, insbesondere durch Herabsetzung ihrer Hafteinlage im Handelsregister, insoweit zu reduzieren.“

Zudem wird folgende Ergänzung des Gesellschaftsvertrages angefochten:

“Nach der Auflösung wird die Gesellschaft abgewickelt. Abwicklerin (Liquidator) ist die Komplementärin, die die ILMG Management GmbH oder eine von ihr bevollmächtigte Person/Gesellschaft mit der Abwicklung beauftragen kann. Der Liquidator ist einzelvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.“ (mehr …)

BAC bei Rückübertragung der Anteile an der IT Anlegerschutz Fondsverwaltung GmbH endgültig gescheitert

Bereits 2013 hatte das Landgericht Berlin die Klage der BAC (mittlerweile auf den Einzelkaufmann Piotr Gomola verschmolzen und firmierend unter Gomola e.K.) auf Herausgabe der Anteile an der IT Anlegerschutz Fondsverwaltung GmbH abgewiesen. Gegen das Urteil (Az. 36 O 154/12) hatten die Anwälte von Herbst Bröcker im Namen der BAC Berufung eingelegt.

Nun ist die BAC bzw. Herr Gomola bei ihren Versuchen, die rechtmäßige Übertragung der Anteile rückgängig zu machen, endgültig gescheitert. Am 16. Juni 2014 hatte Herbst Bröcker die mit Schriftsatz vom 29.07.2013 eingelegte Berufung zurückgenommen; am 20. Juni 2014 beschloss das Kammergericht Berlin, dass die BAC/Gomola e.K. keine weitere Berufung einlegen kann und dass sie die durch die Berufung entstandenen Kosten zu tragen hat. Das bereits 2013 gefällte Urteil gegen die BAC ist somit rechtskräftig. (mehr …)

CIG Wireless verzeichnet erneut hohe Verluste

Die CIG Wireless hat ihren Börsenbericht für das erste Quartal 2014 veröffentlicht. Die dazugehörige Pressemitteilung klingt im ersten Teil noch sehr positiv, im weiteren Verlauf aber offenbart sich die nach wie vor angespannte Situation der CIG Wireless.

Der Reihe nach: Die Einnahmen beliefen sich aufgrund von Mastzukäufen in den ersten 3 Monaten des Jahres auf rund 1,6 Millionen US-Dollar – im Vorjahresquartal waren es 0,5 Millionen Dollar. Der Loss from Operations (operativer Verlust) bleib im ersten Quartal 2014 mit rund 2 Millionen Dollar auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. So weit, so gut.

Der Nettoverlust (Net Loss) der CIG Wireless hat sich allerdings dramatisch entwickelt: Lag er im ersten Quartal 2013 noch bei rund 2,4 Millionen Dollar, waren es dieses Jahr rund 18,3 Millionen Dollar – der Nettoverlust ist um mehr als das 7-Fache angestiegen. Die CIG Wireless nennt als Grund für den enormen Anstieg des Nettoverlusts insbesondere die Veränderungen bei der Bewertung von Derivaten (14,7 Millionen Dollar) sowie höhere Zinszahlungen aufgrund der im September 2012 aufgenommenen Kreditlinie bei Macquarie. (mehr …)

LifeTrust-Fonds – Was bedeuten die Ende 2013 erfolgten Umstrukturierungen?

Den LifeTrust-Fonds sind auch noch die letzten, mittelbar über den LTAP gehaltenen Policen genommen worden. Anders können die aktuellen Entwicklungen bei den LifeTrust-Fonds kaum interpretiert werden, wenn man sich die Einladungen vom 14. Januar 2014 zu den außerordentlichen Gesellschafterversammlungen und die bereits erfolgten Beschlussfassungen im Detail anschaut. Das Erschreckende: Die Anleger scheinen mehrheitlich die Hoffnung aufgegeben zu haben und sich in das ihnen aufoktroyierte Schicksal zu ergeben.

Was ist passiert?

Die Überschrift „Statusbericht/Umstrukturierung“ in den Einladungen zu den Gesellschafterversammlungen könnte bei manchem Anleger vielleicht noch zu aufkeimender Hoffnung geführt haben. Tatsächlich aber wird unter dem Deckmantel der „Umstrukturierung“ die kaufweise Übertragung der Beteiligung am LTAP und damit mittelbar der in 2008 von den Fonds in den LTAP eingebrachten Policen auf eine mittelbar Franz-Philippe Przybyl gehörende Gesellschaft, der Life Trust Holding UG (zukünftig GmbH), angekündigt. (mehr …)

Pressemitteilung: Neue Schadenersatzklage der BAC-Landentwicklungsfonds InfraTrust 2 und 5 unsubstantiiert und aussichtslos – weiterer kläglicher Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken

Die Geldvernichtung zu Lasten der InfraTrust-Fonds könnte weitergehen. Trotz der erstinstanzlich zu etwa 90% von den InfraTrust-Fonds verlorenen und damit verlustträchtigen ersten Klage hat Fondsgeschäftsführer Stephan Brückl im Namen der ursprünglich als Landentwicklungsfonds aufgelegten InfraTrust-Fonds 2 und 5 eine weitere Schadenersatzklage gegen Oliver Schulz eingereicht. Die neue Klage hat nach Einschätzung hierzu befragter Anwälte noch weniger Aussicht auf Erfolg als die erste. Es ist davon auszugehen, dass mit der erneuten Stellvertreterklage wie schon mit der ersten von den Fehlleistungen und dem Missmanagement der BAC-Gründer und des aktuellen Fondsmanagements abgelenkt werden soll – auch wenn das die Anleger erneut einen hohen Betrag für Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren kosten sollte. (mehr …)

Handelt es sich um einen April-Scherz oder wer hat die Verbindlichkeiten und Haftungsrisiken von Gomola e.K. übernommen?

Handelt es sich bei der gestrigen Pressemitteilung von Gomola e.K., dem Nachfolger diverser Gesellschaften der BAC Berlin Atlantic Gruppe, um einen Aprilscherz?

Gomola e.K. behauptet in der Pressemitteilung: „Die Gomola e.K. steht weder in Verbindung mit den Gründern der ursprünglichen BAC Gruppe, noch mit deren ehemaligem Vorstand Oliver Schulz bzw. dessen Unternehmen Sworn.“ Dass keine Verbindung zu Oliver Schulz besteht, ist korrekt. Doch wie sieht es mit der angeblich nicht vorhandenen Verbindung zu den BAC-Gründern aus?

Fakt ist, dass Herr Gomola als Firmenadresse die Droysenstraße 5 in Berlin nennt. Dieselbe Adresse gab die BeVS 1. Verwaltungs GmbH im Februar 2013 an – nachdem die BAC angeblich an die ID Immobilien verkauft worden war. Ein Märchen, wie sich später herausstellte: Tatsächlich hatte die BAC sämtliche „Restgesellschaften nur fusioniert und umbenannt, aber – entgegen der insofern irreführenden Pressemitteilung – nicht an die ID Immobilien verkauft; die ID Immobilien erhielt offenbar nur die Firmenbezeichnung. Herr Gomola hat also offenbar nicht nur einen „Firmenmantel“ erworben, sondern auch gleich noch das Büro übernommen. Ein interessanter „Zufall“. Auf dem Schild des Büroservices in der Droysenstraße steht Gomola e.K. übrigens noch nicht. Dort ist weiterhin Gomolas Vorgänger Erkan Sarikaya mit der Esarik Projektmanagement GmbH aufgeführt. (mehr …)

Warum musste für die „Umstrukturierung“ der LifeTrust-Fonds schon im Januar eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen werden?

Die ordentlichen Gesellschafterversammlungen der LifeTrust-Fonds finden in der Regel im Sommer statt. Für 2014 aber wurden für die LifeTrust-Fonds 2, 6, 7 und 11 außerordentliche Gesellschafterversammlungen für Ende Januar einberufen. Auf diesen Versammlungen sollte über die Umstrukturierung der LifeTrust-Fonds abgestimmt werden.

Warum mussten die Anleger Hals über Kopf eine solche schwerwiegende Entscheidung treffen? Hat es vielleicht damit zu tun, dass der Versicherungsnehmer einer Police des LT 6 im Hospiz liegt? Hier ist davon auszugehen, dass die Versicherungssumme in Höhe von 5 Millionen US-Dollar demnächst fällig werden wird.

Auf den Gesellschafterversammlungen sollten die Anleger nun den Weg dafür bereiten, dass die Life Trust Holding – übrigens zu 100% im Besitz von Franz-Philippe Przybyls ILMG Management GmbH – zur 100%-Gesellschafterin des Life Trust Asset Pools wird, in den die Fonds 2008 ihre Policen eingebracht haben. Die Beteiligungen der Fonds werden an die Life Trust Holding verkauft.

Was bedeutet die Umsetzung dieses Schritts für die zu erwartende Ablaufleistung?

Da die Policen nach der Umstrukturierung nicht mehr dem Life Trust Asset Pool gehören, sondern der Life Trust Holding – und damit quasi Franz-Philippe Przybyl –, fließt die Ablaufleistung nicht mehr über den LTAP dem an ihm beteiligten LT 6 zu, sondern der Life Trust Holding.

Es ist angesichts dieser Konstellation fraglich, inwieweit die Anleger der LifeTrust-Fonds – die aufgrund des Missmanagements der BAC-Gründer Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl hohe Verluste in Kauf nehmen müssen – nun noch davon profitieren, dass tatsächlich einmal eine Police fällig wird. Es könnte die Gefahr bestehen, dass Franz-Philippe Przybyl und die ILMG zugreifen, um ihre „Forderungen“ zu bedienen.